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T'Lihc

Daten

Singular

???

Plural

T'Lihc

Adjektiv

??????

Sprache

???

Rasse

Regenkinder

Inhalt

Die T'Lihc sind ein Volk der Regenkinder auf Eoconor. Genauer gesagt handelt es sich um einen symbiotischen Bund zweier Völker, der N'Ciht und der Nirujo. Die beiden Völker weisen kulturell große Unterschiede auf, sind aber biologisch und genetisch aufs Engste verbunden, wie unten genauer erläutert wird. Genaueres zur Kultur der jeweiligen Einzelvölker findet sich in den entsprechenden Artikeln.

Lebensraum

Die T'Lihc leben im tropischen Norden Eoconors. Während ihr Siedlungsgebiet früher deutlich größer war und unter anderem auch die Küstenregionen umfasste, sind sie nun auf das Hochland im Landesinnern zurückgedrängt. Dieses Hochland ist gleichzeitig das Verbreitungsgebiet des Jungfrauenfiebers, gegen das die T'Lihc allein unter allen Völkern Aurhims eine gewisse Immunität haben.

Die beiden Teilvölker der T'Lihc siedeln in unterschiedlichen Regionen dieses Gebiets. Die Nirujo bauen ihre Dörfer im Regenwald, die N'Ciht dagegen haben mehrere große Rodungsinselns in den Wald geschlagen. Auf jeder dieser Rodungsinseln gibt es mehrere Städte und Dörfer. Straßen verbinden diese Rodungsinseln, während zu den Nirujo-Dörfern meist nur schmale Pfade führen und der Warentransport zu ihnen hauptsächlich auf dem Wasserweg erfolgt.

Die Hauptstadt der T'Lihc - gemeinsam für beide Völker - ist Koronand. Sie befindet sich am Rand eines großen Meteoritenkraters. Der Kraterboden, der von einem Fluß durchflossen wird, ist sehr fruchtbar. Er ist fast vollständig von N'Ciht-Feldern bedeckt, zwischen denen (neben der Hauptstadt selbst) auch noch einige weitere Dörfer liegen. Das Gebiet um den Krater herum ist dagegen zu unfruchtbar für Ackerbau und von Regenwald bedeckt. Hier leben Nirujo. Koronand selbst, an der Kraterwand und teilweise auch darüber hinausragend, liegt also an der Grenze der beiden Siedlungsgebiete.

Teilung in N'Ciht und Nirujo

Biologisch gesehen sind die T'Lihc ein Volk. Die Trennung in die beiden Untervölker beruht auf einer genetischen Mutation, die zwar einerseits vor dem Jungfrauenfieber schützt, andererseits aber bei der Hälfte der Männer zum Verlust der Gabe des Mitgefühlsl (der für Regenkinder typischen empathischen Begabung) führt. Die N'Ciht umfassen alle Frauen der T'Lihc und alle emphatischen Männer, die Nirujo alle nicht-emphatischen Männer. Die Trennung zwischen den beiden Völkern erfolgte also nicht an irgendeinem Punkt in der Vergangenheit, sondern auch heute noch fortlaufend jedes Jahr.

Die Gabe entwickeln sich bei den T'Lihc in etwa bis zum zehnten Lebenjahr, was dem Entwicklungsstand eines dreijährigen Menschenkindes entspricht. Einmal im Jahr im Frühjahr werden alle männlichen Kinder passenden Alters durch einen N'Ciht-Priester einem entsprechenden Test unterzogen. Wer die Gabe hat, bleibt bei den N'Ciht, die anderen werden den Nirujo übergeben.

Vor der Übergabe werden die Jungen in der Hauptstadt gesammelt und durch das Durchtrennen der Samenleiter sterilisiert. So wird verhindert, daß sie Nachkommen zeugen können.Nach der Sterilisation werden die Jungen an die Abgesandten der Nirujo übergeben, die aus den verschiedenen Provinzen in die Hauptstadt gekommen sind. Jeder dieser Abgesandten hat von seiner Provinz den Auftrag erhalten, eine bestimmte Anzahl Jungen mitzubringen. Da die gewünschte Anzahl aber selten mit der verfügbaren übereinstimmt, bedarf es langer Verhandlungen, bis alle zufrieden sind. Hauptsächlich geht es dabei darum, wer die größte Nachwuchsnot hat, oder die besten Bedingungen bieten kann, aber auch persönliche Strategien und Sympathien des Nirujo-Königs spielen eine Rolle. Dabei wird immer für alle Jungen eine neue Heimat gefunden, auch wenn es mehr sind als gewünscht. In den Verhandlungen wird nur die Kopfzahl pro Provinz festgelegt. Die tatsächliche Aufteilung der Jungen geschieht dann durch das Los.

Nach erfolgter Aufteilung bringen die Abgesandten die ihnen zugesprochenen Jungen zurück in ihre Provinz. Die Aufteilung auf die einzelnen Siedlungen und dort dann auf die Haushalte (sog.Wirtschaften) geschieht wiederum nach dem bereits beschriebenen Schema: zuerst Diskussion über die Kopfzahl, danach Zuteilung durch das Los.

Kultur

Die T'Lihc haben eine hochentwickelte Kultur. Die meisten von ihnen können zumindest in Ansätzen lesen und schreiben. Wissenschaft und Handwerkskunst sind ähnlich hoch entwickelt wie bei den meisten Menschenvölkern, allerdings kennen die T'Lihc keine Eisenverarbeitung. Ob sie nie entwickelt wurde, oder nur aus Mangel an Rohstoffen nicht praktiziert wird, ist nicht bekannt. Weitere allgemeine Aussagen sind schwer zu treffen, da sich die beiden Teilvölker kulturell stark unterscheiden. Näheres ist in den weiterführenden Artikeln zu finden.

Wirtschaftliche Symbiose

Die N'Ciht haben die typischen Fähigkeiten der Regenkinder, was die Zucht von Pflanzen und Tieren angeht und sind deswegen überwiegend Bauern. Sie besitzen die Gabe des Mitgefühls und zeichnen sich damit durch besondere Heilkünste aus. Durch diese empathische Begabung fällt ihnen das Töten allerdings ausgesprochen schwer, schon was das Schlachten von Tieren oder das Fällen von Bäumen angeht, und umso mehr natürlich Mord, Totschlag oder Krieg.

Diese Hemmung fehlt den Nirujo vollkommen, da sie durch die Genmutation die Gabe der Regenkinder nicht besitzen. Als Soldaten sorgen sie für den Schutz beider Völker, ansonsten leben sie als sesshafte Jäger und Holzfäller im Dschungel Eoconors. Durch ihre Streifzüge durch den artenreichen Regenwald haben sie ein großes Wissen über die dort lebenden Wildpflanzen und -tiere, selbst wenn sie dieses Wissen nicht auf empathischem Weg gewinnen können. Ohne die von ihnen gesammelten Heilkräuter wäre die Kunst der N'Ciht-Heiler nur halb so mächtig.

Zwischen beiden Völkern gibt es intensive Handelsbeziehungen, da sich die Stärken beider Völker gegenseitig ergänzen, und so jedes Volk großen Nutzen daraus ziehen kann. Diese wechselseitige wirtschaftliche Abhängigkeit - zusammen mit der engen biologische Verflechtung - ist auch der Grund dafür, daß sich die beiden Völkern über die Jahrtausende nie von einander getrennt haben. Rivalitäten und Spannungen gibt es immer wieder und es gab in der Vergangenheit auch mehrfach Versuche des einen Volkes, das andere auszubeuten oder sich von ihm zu trennen. Aber die Nachteile waren zu groß und meist zwangen Revolten oder ein Gegenputsch die Aggressoren zur Aufgabe.

Durch die unterschiedliche Kultur und Fähigkeiten bedingt, gibt es viele Berufe, die nur in einem der beiden Völker vorkommen wie z.B. Soldaten und Jäger nur bei den Nirujo und Heiler, Bauern oder Ammen nur bei den N'Ciht. Auch Händler gibt es nur bei den N'Ciht, wobei dafür nur kulturelle, keine biologischen Gründe verantwortlich sind. Berufe, die von den Unterschieden der Völker nicht betroffen sind, gibt es bei beiden (so z.B. die meisten Handwerksberufe).

Politische Ordnung

Die T'Lihc haben eine Monarchie, an deren Spitze zwei Könige stehen. Einer ist ein N'Ciht, ihm obliegen alle internen Belange, der andere ein Nirujo, dem die äußeren Belange unterstehen. Im Grunde genommen sind beide Könige gleichberechtigt, doch hat jeder auf seinem Gebiet eine Vormachtstellung. Je nach politischer Situation und den persönlichen Stärken der beiden Könige hat mal der eine, mal der andere mehr Macht. Beide Könige residieren in Koronand, der N'Ciht-König in der dem Kraterboden zugewandten Unterstadt, der Nirujo-König in der Oberstand am Kraterrand.

Beide Völker haben eine eigene Oberschicht. Bei den N'Ciht handelt es sich um erblichen Adel, bei den Nirujo um Dienstadel. Die Verwaltung der beiden Völker ist getrennt, erfordert aber eine gewisse Zusammenarbeit, die umso intensiver ist, je höher man in der Hierarchie steigt.

Sprachen

N'Ciht und Nirujo haben jeweils eine eigene Sprache. Die Verständigungssprache beider Völker ist die der N'Ciht, deren Kenntniss unter den Nirujo weit verbreitet ist. Auf der anderen Seite gibt es nur wenige N'Ciht, die die Sprache der Nirujo sprechen. Für höhere Ämter und die obersten Bevölkerungsschichten sind Kenntnisse darin allerdings Pflicht und gehören zur Ausbildung. Ohne die Kenntniss beider Sprachen ist eine politische Karriere unmöglich.

Bezeichnungen

Da die beiden Völker eigene Sprachen sprechen, gibt es alle Volksbezeichnungen doppelt. In der folgenden Tabelle sind die Bezeichnungen, die hier im Wiki hauptsächlich verwendet werden, kursiv gesetzt.

N'Ciht-Name

Nirujo-Name

gesamtes Volk

T'Lihc

Telijin

Empathen

N'Ciht

Jikin

Krieger

S'Cih

Nirujo

Religion

Die T'Lihc beten zwei Gottheiten an, die einander entgegengesetzte Prinzipien verkörpern (vgl. Yin & Yang). Die eine Gottheit ist dabei die Hauptgottheit der N'Ciht, die andere die Hauptgottheit der Nirujo. Insbesondere in den unteren Bevölkerungsschichten wird der Gott des anderen Volkes als eine Art Teufel betrachtet und mehr gefürchtet als verehrt. In der gebildeten Oberschicht gilt dies als Aberglaube.

Die Prüfung der Kinder

Der wichtigste Tag im Leben eines T'Lihc-Jungen ist der Tag seiner Prüfung. Diese findet stets im Frühjahr seines 10. Lebensjahres statt. Morgens wird er von seinen Eltern in den Tempel gebracht, um dort von einem Priester getestet zu werden, ob er die Gabe des Mitgefühls besitzt. Besteht er, so kehrt er mit seinen Eltern nach Hause zurück, wo dann wenige Tage später ein großes Fest gefeiert wird. Besteht er nicht, wird er den Nirujo übergeben und kommt in eine neue Familie. Auch diese begrüßt ihn mit einem Fest.

Auch bei den Mädchen wird in einem Test geprüft, ob sie die Gabe des Mitgefühls besitzen. Da sich die Mädchen in diesem Alter etwas langsamer entwickeln, wird der Test bei ihnen erst im 15. Jahr durchgeführt und zwar im Herbst. Prinzipiell unterscheiden sich die Prüfungen von Mädchen und Jungen in nichts, aber die Stimmung ist eine völlig andere. Bei den Mädchen findet das Fest direkt im Anschluß an die Prüfung statt, wurde also schon davor vorbereitet. Denn ein Mädchen ohne die Gabe kommt etwa einmal in zehntausend vor. So etwas kann es nur geben, wenn der Vater ein Nirujo war, und da diese eigentlich alle sterilisiert sein sollten, gilt ein solches Mädchen als Mißgeburt und widernatürliches Geschöpf. Dementsprechend groß ist der Skandal, wenn ein Mädchen im Test durchfällt. Für einen Jungen dagegen stehen die Chancen, die Gabe nicht zu besitzen bei 50:50. Es ist keine Schande und diesen Jungen stehen nun vielleicht andere, aber nicht weniger Wege offen.

Egal ob das Kind in seine eigene oder in eine neue Familie heimkehrt, hat das Begrüßungsfest immer ähnliche Züge. Wichtigstes Ereignis dabei ist das Pflanzen eines Baumschößlings, des "Seelenbaums" des Kindes. Dieser Schößling wird meist von dem Baum eines Elternteils genommen, so daß ganze "Baumclans" entstanden sind. Dieser Baum wird in den folgenden Jahren gehegt und gepflegt werden und erst zur Beerdigung der mit ihm verbundenen Person gefällt. Stirbt der Baum vorher, so gilt dies als schlechtes Zeichen und man beeilt sich, einen möglichst eng verwandten Schößling neu zu pflanzen, denn ohne seinen Seelenbaum fühlt sich ein T'Lihc unverwurzelt.

Zusammen mit dem Pflanzen des Seelenbaums erhält das T'Lihc-Kind auch den Namen, den es dann für den Rest seines Lebens führen wird. Der Kindername ist ab jetzt unwichtig. (Viele Nirujo-Familien lernen den Kindernamen ihres neuen Mitgliedes nie kennen.) Ab diesem Moment gilt es als eigenständige Person mit eigener Persönlichkeit und dem Recht auf einen eigenen Willen (wenn es sich natürlich noch einige Zeit der elterlichen Erziehungsgewalt beugen muß). Der Grund dafür liegt wohl darin, daß selbst bei den medizinisch versierten T'Lihc die Sterblichkeit von Kleinkindern relativ hoch ist. Wenn die Kinder alt genug für die Prüfung sind, sind sie gleichzeitig auch aus dem gröbsten heraus. Diese Tatsache macht es auch für die N'Ciht leichter zu ertragen, daß die Hälfte ihrer Söhne nicht bei ihnen aufwächst. Immerhin haben sie überlebt und das Zusammenleben mit einem nicht-empathischen Kind ist für die empathischen Eltern immer sehr schwierig und anstrengend.

Bestattung

Die T'Lihc praktizieren die Feuerbestattung. Alle Siedlungen haben dazu einen Bestattungsturm, auf dem der Tote aufgebahrt und mit Einbruch der Dämmerung verbrannt wird. Mit dem nächsten Sonnenaufgang wird die Asche über das Land verstreut.

In der Hauptstadt gibt es auf der obersten Etage am Kraterrand einen großen steinernen Bestattungsturm, der den höchsten gesellschaftlichen Schichten vorbehalten ist. Hier werden auch die Mitglieder der Königlichen Leibgarde verbrannt (die ausschließlich aus Nirujo besteht), die zuvor in einem Trauerzug ihrer Kameraden durch die Stadt getragen werden. Dieser Trauerzug wird wegen seiner Andersartigkeit von den N'Ciht mit gemischten Gefühlen betrachtet. Gefallene Nirujo oder N'Ciht, die auf einer Reise versterben, werden auch aus den entlegenen Grenzgebieten zur Bestattung zurück in ihre Heimatorte gebracht, da es für die T'Lihc von äußerster Wichtigkeit ist, in der Heimat beigesetzt verbrannt zu werden. Denn das Holz für die Feuerbestattung stammt vom Seelenbaum des Verstorbenen, die Asche wird über dem Wurzelstock des Baumes verstreut. Dadurch fließt die Seele des Verstorbenen in das Land zurück und kann dort Frieden finden. Wird dieses Ritual nicht eingehalten, weil z.B. der Verstorbene nicht in der Heimat verbrannt wird oder zwischen Verbrennen und verstreuen der Asche zuviel Zeit vergeht, glauben die T'Lihc, daß seine Seele keinen Eingang in das Land finden kann, und auf ewig als ruheloser Geist herumirren muß, der die Lebenden heimsucht.


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Letzte Änderung: March 15, 2009, at 05:48 PM