Die Zeitmessung bei den Neshtiseque
Die Zeitmessung der Neshtiseque gliedert sich in mehrere Ebenen. Kurze Zeiten werden in Liedern gemessen, etwas längere in Bruchteilen von Tagen. Noch längere Spannen werden in Einheiten gemessen, die sich wie bei den anderen Völkern am Lauf der Gestirne orientieren.
Lieder
Die Zeitmessung mit Liedern dient zur Kontrolle von kurzen Zeitspannen, wie z.B. Arbeitsschritten bei alltäglichen Dingen wie Kochen. Dazu werden tatsächlich Lieder gesungen, nur als Melodie, aber weitaus häufiger mit Texten, die speziell für den Zweck der Zeitmessung erlernt und immer wieder geübt werden.\\
Die Methode erfordert ein großes Maß an Präzision, um nicht zu schnell oder zu langsam zu werden. Mag das bei kurzen Zeitspannen noch unwichtig erscheinen, so summieren sich solche Fehler über eine längere Zeit zu großen Meßverschiebungen.
Viele der Lieder zur Zeitmessung sind sehr alt und werden schon seit Generationen völlig unverändert gesungen. Ebenso gibt es "Neufassungen", die meist aus neuen Texten zu einer alten Melodie bestehen.
Die Methode kennt drei Einheiten:
1.Vers
Der Vers ist die kleinste Einheit und dauert genau 1 Minute. Er stellt das Bruchstück eines Liedes dar, in Aufbau und Einheit und oft auch im Inhalt.
2.Lied
Ein Lied besteht aus 6 Versen und dauert damit genau 6 Minuten. Lieder sind oft in Meldie und Inhalt in sich abgeschlossen und die gebräuchlichste Einheit zur Zeitmessung.
3.Gesang
Der Gesang ist die übergeordnete Einheit zum Lied und besteht aus 6 Liedern, so daß er genau 36 Minuten dauert. Es gibt Gesänge, die aus 6 zusammengehörenden Liedern bestehen, doch da die Dauer aller Lieder gleich ist, können sie beliebig zu einem Gesang zusammengesetzt werden.
Bruchstücke des Tages
Ein Vierteltag ist die kleinste Einheit dieses Systems, und auch wenn 10 Gesänge einen Vierteltag ergeben, so sind die Abschnitte doch weniger durch das Singen von Liedern als durch den natürlichen Tagesablauf inspiriert.
Durch die in Teyique extremen Wechsel zwischen langer Helligkeit im Sommer und langer Dunkelheit im Winter ist es dennoch sehr wichtig, daß ein Bezug zwischen den Lieder und den Tagesbruchstücken besteht, um unabhängig von Helligkeit oder Sonnenstand die Zeit messen zu können.
Die Neshtiseque teilen den Tag hierbei in vier Viertel, die alle exakt gleich lange dauern:
- steigende Sonne
- sinkende Sonne
- steigende Sterne
- sinkende Sterne
Einheiten für längere Zeitspannen
Die Neshtiseque unterteilen das Jahr in 13 Mondmonate zu je 28 Tagen. Dieses Jahr ist genau einen Tag kürzer als das Sonnenjahr und so kennen die Neshtiseque wie die Aleandon? ein "Großjahr", das genau 28 Sonnenjahren, bzw. 28 Mondjahren und einem Mondschaltmonat entspricht. Nach Ablauf eines Großjahres fällt Neujahr wieder auf einen Neumond.
Eine Unterteilung des Monats in vier Viertelmonate zu je 7 Tagen ist den Neshtiseque zwar bekannt, findet aber wenig Verwendung, da die Neshtiseque nur selten in diesen für sie sehr kurzen Kategorien denken.
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