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Dörfer der Neshtiseque

Die Neshtiseque leben in kleinen Ansiedlungen, die vertreut im Land liegen, mit durchschnittlich weniger als 100 Einwohnern. Es gibt keine Städte und auch keine einzeln liegenden Gehöfte oder Weiler, so daß die Dörfer die einzigen feste Wohnstätte der Neshtiseque darstellen.

Bedeutung der Namen

AskhtadaynFelsen der Wärme
SinomayeMusik der Natur für die Sonne
TechyaFallender Schnee
LashaeGesang für Lashsa
DoyeMusik der Neshtiseque des Zusammenhalts
RetayeMusik des Glitzern des Firns
IshiquirroyeMusik der Neshtiseque für die Wellen
AncourraBlauer Gletscher
EquoshuMondkreis
DushoViele Monde
OtsouvoyeMusik der Neshtiseyque für das Wolkenlose
IpamkhourraHoher langer Gletscher
LidhirroEis so grau
IsicayeLied des Flusses
IryarroyeMusik der Neshtiseque für die Steppe
AdamayeLied, Ruf des Adlers

Eines der Dörfer ist immer Ayme, "die Mitte".

Häuser

Wohnhäuser

Wohnhäuser werden stets gemeinschaftlich gebaut. Dabei kann es sich um denjenigen handeln, der in dem neuen Haus wohnen will, sowie seine engsten Freunde und Verwandten, oder um jeden beliebigen anderen Neshtisequa, der gerade Spaß daran hat, zu helfen. Während des Bauens werden spezielle Lieder gesungen, die die Häuse wie eine Art übersinnlicher Mörtel zusätzlich zusammenhalten sollen.

Auch stellt ein Haus nichts zwangsläufig eine eigene kleine Einheit dar. Viele Häuser sind zu größeren Komplexen verbunden, in denen Familien oder Gemeinschaften von befreundeten Familien wohnen.

Ein Wohnhaus ist niemals fertig. Neshtiseque sehen es als eine Art lebendes Wesen, das sich immer weiter verändert. Die Bewohner bauen ständig daran weiter, ändern die Aufteilung, fügen neue Teile hinzu oder reißen alte ab.
Neshtiseque lieben es auch, ihre Häuser durch Schnitzereien oder Malereien zu verzieren. Immer wieder werden auch alte Verzierungen entfernt, um sie durch neue zu ersetzen.

Auch bei solchen Arbeiten ist jeder willkommen, der mithelfen will, so daß sie auch eine wichtige soziale Funktion erfüllen.

Hausvarianten

Alle Häuservarianten sind in Grundaussehen und Baustil ähnlich und unterscheiden sich in erster Linie im verwendeten Material.

  • Aus Eis

Diese Häuser sind komplett aus Eisblöcken gebaut, die zurechtgeschnitten und dann zusammengesetzt werden. Innen sind sie dick mit Fellen und Decken ausgelegt, um sie gemütlich und warm zu machen.
Ihr Boden ist meist nicht aus Eis, da sie selten auf dem Gletscher selbst stehen, der das Material geliefert hat, sondern meist auf einer felsigen Landzunge daneben.

  • Aus Bruchstein

Bruchsteinhäuser haben Bienenkorbform, sind also rund. Sie werden vorzugsweise auf Steinboden gebaut und entweder mit Mörtel gemauert oder aus so fein geschnittenen und polietern Steinen, daß sie ohne Mörtel zusammengefügt werden können. Da eine solche Arbeit viel Zeit in Anspruch nimmt, ist es nicht selten, daß ein solches Haus aus praktischen Gründen zuerst mit Mörtel gebaut wird. Nach und nach werden die Mauern dann durch gefügte Steine ersetzt.
Die Böden solcher Häuser sind charakteristischerweise mit Sand bestreut.

  • Aus Bruchstein und Eis

Diese Methode kombiniert die beiden anderen, entweder aus praktischen Gründen, aus Gründen der Schönheit oder aus der persönlichen Vorliebe der Erbauer heraus. Mache dieser Häuser bestehen aus mehreren Teilen die jeweils nach einem Prinzip gebaut sind und gemeinsam ein Ganzes ergeben, andere kombinieren beide Techniken zu einer eigenen Bauweise.

Im letzteren Fall wird das Eis als Mörtel, Lückenfüller oder Überzug für die Steine verwendet. In Gegenden, wo es im Sommer zu warm wird, als daß das Eis standhalten könnte, ist eine solche Bauweise sehr beliebt, um Vorratskammern für den Winter herzustelle. Sie ist schnell, unkompliziert und variabel.

Häusern, die mit oder aus Eis gebaut sind, wird im Spätwinter eine extra dicke Isolierschicht aufgelegt, damit sie den wärmeren Temperaturen das Sommers standhalten. Das ist eine beliebte Gelegenheit, um mit gemeinsamer Arbeit mit Freunden an den Häusern die Rückkehr des Frühlings zu feiern.

  • Höhlen

Nehstiseque nutzen Höhlen als Wohnstatt, wann immer sich welche finden. Oft diesen sie als Gemeinschaftswohnung, und auch sie werden ausgeschmückt, bemalt oder sogar vergrößert.

Allgemeines

Alle Häuser, die die Neshtiseque bauen, weisen große Fensteröffnungen auf. Im Sommer sind diese offen, um die – für die Neshtiseque – lauen Winde hereinzulassen. Im Winter werden sie mit Eisblöcken verschlossen, die solange poliert wurden, bis sie beinahe so durchsichtig wie Glas sind.

Totenhäuser

Totenhäuser dienen den Neshtiseque, um ihre Toten darin zu bestatten. Es sind rein oberirdische Bauten. Da der Boden den Großteil des Jahres gefroren ist, kennen Neshtiseque keine Erdbestattung.

Der Platz für ein Totenhaus wird von einem Eistänzer? ausgesucht. Meist liegt er etwas entfernt vom Dorf und wenn möglich erhöht oder sogar auf einer Klippe. Dadurch steht das Totenhaus im steten Wind und die Leichten in den Häusern werden durch die Kälte konserviert.

Totenhäuser sind die einzigen Bauwerke der Neshtiseque, bei deren Bau nicht gesungen wird. Er verläuft nach strengen Regeln und auch das Aussehen des Totenhauses ist ritualisiert, so daß jeder Neshtiseque sie sofort als Totenhaus erkennt und Abstand halten kann. Einmal fertiggestellt, wird ein Totenhaus nicht mehr angerührt, was einen deutlichen Gegensatz zu den sich ständig verändernden Häusern der Lebenden darstellt.

Totenhäuser dienen nicht als Ort der Trauer


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Letzte Änderung: March 15, 2009, at 05:52 PM