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Jungfrauenfieber

Das Jungfrauenfieber ist eine Virus-Erkrankung, die im tropischen Hochland Eoconors beheimatet ist. Das natürliche Reservoir ist ein im dortigen Regenwald lebender Flughund, die Übertragung erfolgt durch Steckmücken, die das Virus bei der Nahrungsaufnahme auch in die Organismen anderer Säugetiere übertragen.

Bei Regen-, Wind-, Meer- und Himmelskindern wandert das Virus vorzugsweise in die Geschlechtsorgane ein, um sich dort zu vermehren. Bei sehr kleinen Kindern verläuft die Erkrankung nicht selten tödlich, ältere Kinder und Erwachsene zeigen dagegen die typischen Symptome einer allgemeinen Infektion, mit hohem Fieber, Schwäche und Unwohlsein. Gegebenfalls können durch den geschwächten Organismus Begleitinfektionen mit anderen Erregern auftreten, was aber nur in seltenen Fällen vorkommt. Bei Männern bleiben nach Abheilen der Erkrankung keine bleibenden Schäden zurück. Frauen dagegen zeigen zwar die selben Symptome, bei ihnen spielt sich die eigentliche Erkrankung allerdings in den Ovarien und dem Uterus ab. Das Virus zerstört in seinem Vermehrungszyklus die dortigen Zellen, so daß es später im Leben nicht mehr zur Reifung und dem Einnisten von Eiern kommen kann. Die betroffenen Frauen werden unfruchtbar. Da die meisten Frauen im Kindesalter infiziert werden, wird auf diese Weise auch die Reifung der Geschlechtsorgane beeinträchtigt, so daß die Produktion von Sexualhormonen stark verringert wird. Die Betroffenen kommen nicht in die Pubertät und bilden auch keine weiteren geschlechtsspezifischen Merkmale aus. Auch wenn sie beinahe die normale Körpergröße gesunder Frauen erreichen, wirken sie dadurch androgyn und mädchenhaft. Der Geschlechtstrieb ist eher schwach entwickelt, aber nicht vollkommen unterdrückt.

Das Virus selbst verfügt über keine nenneswerten eigenen Schutzfähigkeiten, so daß es vom Körper schnell eliminiert werden kann, sobald die spezifische Immunabwehr einmal angelaufen ist. Die akuten Symptome verschwinden daher innerhalb weniger Tage, die Effekte auf die weiblichen Geschlechtsorgane allerdings sind irreversibel.

Da das Hauptreservoir, der Flughund, nur in einem lokal sehr begrenzten Gebiet vorkommt, ist auch das Auftreten des Jungfrauenfiebers auf einen engen geographischen Raum beschränkt. Die dort lebenden Population Regenkinder? - die einzig dort vorkommenden Vertreter der vier intelligenten Rassen Aurhims - allerdings weisen eine Durchseuchung von nahezu 100 % auf, was vor allem an der die Krankheit übertragenden Stechmücke liegt. Daß die Population nicht ausgestorben ist, liegt an einer Genmutation, die für die verheerenden Effekte der Krankheit weitestgehend immunisiert. Außerhalb des Kerngebiets des Jungfrauenfiebers, in den Küstenregionen Eoconors und auf den Eobragi, flackert die Krankheit ab und zu auf, wenn sich ein infizierter Flughund dorthin verirrt. Da die Krankheit aber nicht von Person zu Person übertragen wird, stirbt sie meist schnell wieder aus.


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Letzte Änderung: March 15, 2009, at 05:59 PM