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Baumfeld-Wirtschaft

Die Baumfeld-Wirtschaft ist eine Form des Ackerbaus, die bei den Siarîn entwickelt wurde und heute nur noch bei den Aleandon? vorgefunden wird. Während viele Völker die Früchte von Bäumen zur Nahrungsergänzung nutzen, z.B. Obst und Nüsse, sind bei den Siarîn und bei den Aleandon Baumfrüchte als Stärkelieferant an die Stelle von Getreide getreten. Dafür werden ganze Wälder von Bäumen wie z.B. Felskastanie? sowie Süßbuche? und Süßeiche? angepflanzt. Im Herbst werden die Samen geerntet und zu Mehl vermahlen, das dann analog zu Getreidemehl weiterverarbeitet wird.

Die Baumfeld-Wirtschaft kann auf recht geringer Fläche sehr hohen Ertrag bringen, die ausgewachsenen Bäume brauchen außerdem wenig Pflege. Trotzdem ist die Kultivierung nicht einfach. Die Wildformen von Süßbuche und Süßeiche haben bittere oder sogar leicht giftige Früchte. Da sie aber erst im Alter von ca. 50-60 Jahren Früchte tragen, war es den Menschen unmöglich, essbare Varianten zu züchten. Nur die Meerkinder brachten die dafür nötige Ausdauer auf, denn nur mit ihrer langen Perspektive lohnt sich der Aufwand und lassen sich die Rückschläge überstehen, wenn die Bäume nicht jedes Jahr reiche Ernte bringen.
Eine Möglichkeit, sortenreine Baumfelder zu pflanzen, besteht darin, die Schösslinge unter genauer Kontrolle bis zu einer bestimmten Größe hochzuziehen, am besten in Töpfen, und sie erst dann auszupflanzen, wenn sie von der Größe klar von Wildschösslingen unterschieden werden können. Die andere besteht darin, Reiser auf wildgewachsene Bäume aufzupfropfen, eine Technik, die allerdings erst sehr spät entwickelt wurde.
Zusätzlich muß sich der Züchter in der Verbreitung seiner Schösslinge gegen die natürliche Konkurrenz von Nagetieren und Vögeln durchsetzen.


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Letzte Änderung: March 15, 2009, at 05:59 PM