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Die vier Rassen

Auf Aurhim gibt es vier intelligente Rassen. Alle vier sind aus derselben Urart entstanden, gehören daher zur selben Spezies und sind - zumindest theoretisch - untereinander beliebig kreuzbar. In der Praxis aber gibt es in aller Regel sehr wenig Kontakte unter den verschiedenen Rassen und Mischlinge sind sehr selten. Im Vergleich zu dem, was auf der Erde als "menschliche Rassen" bezeichnet wird, sind die Unterschiede viel größer. Es ist vielleicht von Vorteil, sich die großen Unterschiede zwischen den einzelnen Hunderassen vor Augen zu halten, um in etwa eine Vorstellung zu bekommen.

Die vier Rassen sind

Da der Begriff "Menschen" auf Aurhim fest mit der Rasse der Himmelskinder verbunden ist, wird als allgemeine Bezeichnung (sofern denn wirklich Angehörige verschiedener Rassen gemeint sind) statt dessen von "Personen" gesprochen. Die auf dieser Seite verwendeten Bezeichnungen gehen auf eine Legende der Ishia? zurück, und sind in Aurhim nicht allgemein gebräuchlich. Diese Legende ist aber die einzige, die alle vier Rassen benennt und darüber hinaus auf die Beziehungen und Unterschiede der Rassen eingeht. Andere Völker verwenden jeweils eigene Bezeichnungen, jedoch kennen die meisten Völker nur zwei oder drei Rassen und oft wird nicht klar zwischen Bezeichnungen für einzelne Völker und für eine ganze Rasse unterschieden. Nicht selten existieren Erinnerungen an einzelne der anderen Rassen nur noch in Sagen und Legenden.

Der Ursprung der vier Rassen lag auf Eoconor, von wo aus sich diese "Urpersonen" in verschiedene Gegenden verteilten. Auf Terapanaroa? entstanden die Meerkinder, im Norden Apaconors die Windkinder, auf Sabema und im Gebiet des heutigen Belida? die Himmelskinder. Die Regenkinder entwickelten sich aus den Personen, die in Eoconor blieben. Nach dem Ende der letzten Eiszeit kam es zu einer Umverteilung der Rassen bis vor etwa 10.000 Jahren nahezu die heutige Verteilung erreicht wurde. Näheres zur Entstehung der Rassen findet sich in diesem Artikel.

Überblick über die Unterschiede

Die unterschiedliche evolutionäre Entwicklung hat zu einigen recht deutlichen biologischen Unterschieden geführt, allen voran die stark abweichenden Lebenserwartungen der Rassen. Aus diesen biologischen Unterschieden ergeben sich Abweichungen im Verhalten und schlußendlich im Technologiestand. Zusätzlich muß man jedoch beachten, daß jede Rasse aus verschiedenen Völkern besteht und die Unterschiede, insbesondere was Kultur und Technologie angehen, von Volk zu Volk oft größer sind als zwischen den einzelnen Rassen.

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über einige Besonderheiten, wobei die drei letzten Zeilen mit Vorsicht zu betrachten sind, und eher einen Durchschnitt angeben als eine Regel.

 MeerkinderRegenkinderWindkinderHimmelskinder
Größeca. 1,80 - 2,00mca. 1,30-1,50mca. 1,40-1,60mca. 1,50-1,80m
Körperbauschlank, großgewachsenzierlich, kleinklein, grobschlächtigeher groß, kräftig
Haarfarbegoldblond, silberweiß, evtl blauschwarzbraun-scheckiggrau-scheckigblond, braun, schwarz, rot
Haarstrukturglatt, seidigRingellockenstruppig, strähnigglatt bis gewellt, tw. lockig
Hautfarbesehr hellbraungräulich"europäisch"
Augenfarbeleuchtend blau bis grün, schwarzbraunschwarzblass blau, braun, grün, grau
geschlechtsreif mit150601015
maximales Alter200040050100
UrsprungskontinentTerapanaoraEoconorDiconorApaconor
bes. StärkenIntelligenz, Geduld, LernfähigkeitMitgefühl, Weisheit, Erinnerungsvermögenkörp. Robustheit, Kraft, Ausdauer, WillensstärkeMut, Ehrgeiz, Anpassungsfähigkeit
bes. SchwächenArroganz, Gleichgültigkeit, Widerwillen vor Neuerungennachtragend, körperlich wenig robustStarrsinn, geringe LernfähigkeitFanatismus, Grausamkeit, Aggressivität
max. techn. StandTitanverarbeitung, verschiedene andere sehr fortgeschrittene Technologien, AckerbauBronzeguß, großes Wissen über Tiere und Pflanzen, TierzuchtStein- und KnochenwerkzeugeStahl, Schwarzpulver, fortgeschr. Navigation, Ackerbau

Äußerlich sind die vier Rassen in aller Regel problemlos zu unterscheiden. Psychologisch gibt es dagegen zum Teil recht starke Überschneidungen. Ein mutiges Meerkind ist z.B. mutiger als ein ängstliches Himmelskind.

Beziehung der Rassen untereinander

Die Rassen Aurhims neigen dazu, unter sich zu bleiben. Bis vor etwa 2000 Jahren waren die Kontakte häufiger, insbesondere auf Apaconor. Danach wurden die Menschen zur mächtigsten Rasse auf diesem Kontinent und drängten alle anderen so beiseite, daß Kontakte heute sehr selten sind und wohl 95% aller Menschen noch nie einen Angehörigen einer anderen Rasse gesehen haben. Viele halten die anderen Rassen sogar für reine Fantasiewesen.

Mischlinge sind zwar biologisch möglich, aber in aller Regel sehr selten. Bei einigen Menschenvölkern ist bekannt, daß sie einen deutlichen Einschlag aus einer anderen Rasse haben (Ishia und Hiarener?), bei einigen weiteren kann man es zumindest vermuten, aber fast immer gehen diese Einkreuzungen auf die Zeit vor der Vorherrschaft der Menschen zurück. Nur zwischen den Regenkindern Nordbelidas und den Thalwesc? soll es auch heute noch vereinzelt Mischlinge geben.

Noch seltener sind Völker, in denen mehrere Rassen zusammenleben. Bei den mittlerweile untergegangenen Völkern zählten die Siëctrer? und die Eshoêlh? hierzu. Heutzutage könnte man höchstens bei den Mai San? von Ansätzen in diese Richtung sprechen. In allen belegten Fällen hatte eine Rasse deutlich mehr Macht und hielt die andere mehr oder weniger in Sklaverei.

Die Gaben

Jede der vier Rassen hat eine besondere Gabe, die man übernatürlich nennen könnte, wenn sie für die Betroffenen selbst nicht selbstverständlich wäre - und wenn es auf Aurhim übernatürliche Phänomene gäbe. Tatsächlich ist es so, daß sich die Menschen Aurhims in nichts von irdischen Menschen unterscheiden. Auch diese haben die gleiche Gabe und sie erscheint ihnen vollkommen normal. Nur die anderen Rassen Aurhims haben sie nicht, und so wirkt diese Fähigkeit auf sie übernatürlich, genauso wie ihre Gabe auf uns übernatürlich wirkt. Innerhalb einer Rasse besitzen alle Personen die entsprechende Gabe, wenn auch in unterschiedlicher Ausprägung. Eine detailliertere Diskussion würde den Rahmen dieses Artikels sprengen. Weitere Infos sind deswegen hier zu finden.

Die vier Gaben und ihre Funktion sind wie folgt:

  • Die Gabe der Verständigung erlaubt es Meerkindern, sich mit anderen Personen und auch mit einigen Tieren zu verständigen, ohne deren Sprache zu beherrschen.
  • Durch die Gabe des Mitgefühls können Regenkinder die Gefühle eines anderen Wesens (ob Person, Tier oder Pflanze) zu ihren eigenen machen.
  • Die Gabe des Willens befähigt die Windkinder, Einfluß auf das vegetative Nervensystem zu nehmen, und so z.B. Reflexe und unwillkürliche Schutzmechanismen zumindest zeitweise außer Kraft zu setzen.
  • Mit der Gabe der Überzeugung können Himmelskinder andere Personen dazu bringen, sich gegen ihr besseres Wissen von einer Sache überzeugen zu lassen, allerdings nur, wenn sie deren Sprache beherrschen.

Weitere Details zu den einzelnen Rassen

Hier werden zum Schluß noch einige Informationen aufgezählt, die sich nicht in Tabellen und Schemata einfügen lassen.

Meerkinder

Von den Meerkindern sind bis jetzt drei Völker bekannt: die Aleandon?, die Neshtiseque und die Paraeri?. Sie sind die langlebigste Rasse Aurhims und können unter optimalen Bedigungen ein Alter von über 2000 Jahren erreichen. Insbesondere brauchen sie dafür eine Ernährung, die bestimmte Substanzen enthält. Die Aleandon und die Paraeri gewinnen diese aus Salzwasserpflanzen, die sie in unterseeischen Gärten anbauen. Die Neshtiseque haben keinen Zugang zu solchen Aquakulturen und erreichen daher selten ein Alter von über 1000 Jahren, wobei ihre Lebensbedingungen insgesamt härter sind.

Besonderheiten

Meerkinder kommen blind auf die Welt, als eine Art Frühgeburt. Daher sind die Kinder anfangs sehr empfindlich und brauchen viel Pflege und Zuwendung. Bis zum ersten Geburtstag haben sie die fehlende Entwicklung nachgeholt und die Augen öffnen sich. Durch die "verfrühte" Geburt sind die Babys kleiner, was bei einer schlanken, am und unsprünglich auch im Wasser lebenden Rasse Vorteile für die Geburt bringt.

Auch nach der Pubertät sind die Körper der Meerkinder weitgehend unbehaart und die Männer haben keinen Bartwuchs.

Namen für die Meerkinder in verschiedenen Sprachen

In den Legenden des östlichen Apaconors (Sabessa, Belida, etc) tauchen die Meerkinder als "Nixen" auf, allerdings bringt niemand mehr diesen Begriff mit einem tatsächlich existierenden Volk in Verbindung. Die Aleandon bezeichnen die Meerkinder als Siarîn, wobei ihnen bis in jüngste Zeit nicht bewußt ist, daß es noch andere Meerkindervölker außer ihnen selbst gibt.

Regenkinder

Die Regenkinder leben in aller Regel sehr zurückgezogen, weswegen die anderen die anderen Rassen nur wenig über sie wissen. Das liegt wohl nicht zuletzt daran, daß sie insbesondere von den Menschen seit Jahrhunderten verfolgt und vertrieben werden, auch wenn diese ihr Wissen um Gifte und Heilmittel nicht umsonst fürchten. Nur wenige Menschenvölker wissen heute noch, daß die Regenkinder mehr sind als nur Wesen aus alten Legenden.

Namen für die Regenkinder in verschiedenen Sprachen

Belida: Erdhauser

Windkinder

Wie die Regenkinder haben die Windkinder nur zu wenigen anderen Völkern Kontakt, was aber vor allem daran liegt, daß sie nur in der Arktis und Subarktis zuhause sind. Die Völker, die diese Gegenden mit ihnen teilen, wissen sehr wohl, wie real sie sind, alle anderen haben noch nie von ihnen gehört.

Namen für die Windkinder in verschiedenen Sprachen

Belida: Gräulinge
Neshtiseque: Iscaen

Himmelskinder

Keine Rasse Auhrims hat so viel Lebensraum für sich erobert wie die Himmelskinder. Keine andere hat so viele Völker hervorgebracht und so viele verschiedene Merkmale. Wohl deswegen haben sie sich auch am stärksten mit den anderen Rassen vermischt und sind heute recht vielgestalt in ihrem Aussehen. Trotz allem sind sie leicht zu erkennen. Von den Wind- und Regenkindern unterscheidet sie die Körpergröße, von den Meerkindern die blassere Färbung von Haaren und Augen, sowie die Körperbehaarung.

Namen für die Himmelskinder in verschiedenen Sprachen

Belida: Menschen
Aleando: Ateyn
Neshtiseque: Adheyn (nur Plural)


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Letzte Änderung: March 15, 2009, at 06:00 PM