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Die Verfassung von Talilla

die Akademie

Die Große Akademie ist die wichtigste Macht im Reich, auch wenn sie über keine direkte Machtausübung verfügt. Sie hat etwa 1000 Mitglieder, die ihr auf Lebenszeit angehören. Diese Mitgliedschaft kann nicht beendet werden und schließt von allen anderen politschen Ämtern aus, ist aber mit sehr hohem gesellschaftlichen Prestige verbunden.

Rechte und Pflichten

  • Die Akadmemie wählt den König und die Richter
  • Sie sammelt, kommentiert und verteilt Gerichtsurteile als Grundlage für zukünftige Entscheidungen
  • Sie berät König und Richter auf Wunsch oder aus eigenem Antrieb und erstellt Gutachten als Grundlage von Entscheidungen und Urteilen
  • Sie kann Entscheidungen des Königs oder Urteile eines Richter durch ihr Veto aufheben und bei besonderen Vergehen auch den König oder einen Richter seines Amtes entheben
  • Jeder Bürger kann sich an die Akademie wenden, wenn er eine Verwaltungsentscheidung oder ein Gerichtsurteil als falsch empfindet. Ob die Akademie diesen Einspruch aber weiter verfolgt, steht auf einem anderen Blatt.

Wahlen

Die Akademie muss oft Entscheidungen treffen. Je nach Art der Entscheidung gibt es dafür unterschiedliche Vorschriften (s. Königswahl), im Allgemeinen läuft es aber in etwa nach folgendem Schema ab (In Fragen, die von Haus aus eine Entscheidung der Akademie erfordern, findet nur Schritt 4 statt):

  1. Jedes Mitglied kann den Antrag stellen, dass eine Entscheidung getroffen wird
  2. Die Rektorenversammlung entscheidet, ob dieser Antrag im Plenum diskutiert wird
  3. Nach einer etwaigen Plenumsdiskussion, wird danach eine Gruppe mit je nach Tragweite der Entscheidung variierender (aber stets ungerader) Mitgliederzahl ausgelost, die entscheidet, ob über diese Frage entschieden werden soll
  4. Bei positivem Ergebnis wird eine zweite Gruppe ausgelost, die die tatsächliche Entscheidung fällt

Da die Akademie sehr viele Mitglieder hat, die tatsächlich entscheidenden Gruppen aber sehr klein sind und dazu noch per Los bestimmt werden, ist Bestechung nahezu unmöglich.

Näheres zur Akademie, ihrer inneren Organisation und weiteren Aufgaben findet sich in einem eigenen Artikel.

die Majestät

Talilla wird von einem König oder einer Königin regiert (wie immer in Talilla spielt das Geschlecht für die Eignung keine Rolle). Die Majestät wird von der Akademie gewählt (s.u.), hat das Amt dann aber auf Lebenszeit inne (sofern es nicht zu einem Amtsenthebungsverfahren durch die Akademie kommt). Traditionell steht die Majestät dem Militär sehr nahe. Oft handelt es sich um einen Kommandanten, der seine Seite verloren hat. Dies ist allerdings keine festgeschriebene Bedingung.

Rechte und Pflichten

  • Die Majestät trifft alle Entscheidungen der täglichen Politik
  • Sie ist nominelles Oberhaupt der Streitkräfte, das tatsächliche Kommando liegt bei der Standarte
  • Sie setzt Steuersätze fest und verfügt über die erzielten Mittel
  • Sie steht der Zivilverwaltung vor und besetzt den Posten der Provinzgouverneure, wenn dieser durch Tod oder Amtsaufgabe frei wird (mit Ausnahme der Provinz Ancaulis, wo dieses Amt erblich ist)
  • Sie kann jederzeit eine Entscheidung der Akademie einfordern
  • Sie darf an jeder Plenarsitzung der Akademie teilnehmen
  • Sie muss alle wichtigen Fragen der Politik mit dem Thronrat besprechen, ist aber nicht an dieses Meinungsbild gebunden
  • Die Majestät kann nicht selbst zurücktreten, aber die Akademie um ein Amtsenthebungsverfahren (sogenannte ehrenhafte Amtsenthebung) bitten

Königswahl

Die Königswahl ist das wichtigste Recht der Akademie und ist als solches mit besonders viel Aufwand verbunden.

  1. Beim Tod der Majestät wird als erstes eine Vollversammlung der Akademie einberufen, d.h. alle Mitglieder müssen sich in Cahanda einfinden.
  2. Sind alle Mitglieder versammelt, wird im Plenum über geeignete Kandidaten gesprochen, bis jeder Gehör gefunden hat, der etwas zu sagen hat. Diese Plenardiskussion kann sich unter Umständen über viele Tage hinziehen. Sie wird vom Rektorenrat der Akademie geleitet.
  3. Ist die Plenardiskussion abgeschlossen, wird aus allen Akademiemitgliedern (das sind in etwa 1000) durch das Los eine Gruppe von 25 bestimmt, das sogenannte erste Elektorat.
  4. Das erste Elektorat wählt 200 andere Mitglieder der Akadmie aus, wobei nur auf die Liste kommen kann, wer mindestens 13 Stimmen erhält.
  5. Danach wird eine zweite Gruppe von 25 per Los bestimmt, das zweite Elektorat. Die Mitglieder des zweiten Elektorats dürfen weder bereits Mitglied des ersten Elektorats gewesen sein, noch dürfen sie auf der Liste der 200 Kandidaten stehen.
  6. Das zweite Elektorat reduziert nun die Kandidatenliste von 200 Kandidaten auf 100.
  7. Aus diesen 100 Kandidaten wird per Los eine Gruppe von 33 bestimmt, das dritte Elektorat.
  8. Das dritte Elektorat wählt den König mit einfacher Mehrheit.

Von Beginn der Plenardiskussion bis zur Auslosung des dritten Elektorats befindet sich die ganze Akademie in strenger Klausur. Jeglicher Kontakt zur Außenwelt ist unterbunden. Selbst das Essen wird durch besondere Schleusen geliefert, die jegliche Kommunikation unmöglich machen. Nach der Auslosung des dritten Elektorats befindet sich nur noch dieses in Klausur, der Rest der Akademie kann sich nun wieder frei bewegen. Auf diese Weise soll jede Form der Bestechung verhindert werden, denn eine Bestechung vor Beginn des Wahlprozesses ist wenig aussichtsreich, da man ja nicht weiß, wer letztendlich im dritten Elektorat sitzen wird.

Thronrat

Der Thronrat ist der Beratungsstab der Majestät. Er besteht immer aus der Standarte und den Provinzgouverneuren (bzw. deren Vertretern, falls sich der Gouverneuer selbst nicht in Cahanda aufhält). Auf diese Mitglieder hat die Majestät also keinen Einfluß.

Darüber hinaus kann die Majestät eine beliebige Zahl weitere Personen in den Thronrat berufen. Meist spielen hier politische Überlegungen und Beziehungen einen Rolle. Traditionell sind unter diesen Mitgliedern Zünfte und die großen Handelsgesellschaften stark vertreten.

Richter

Richter werden von der Großen Akademie auf Lebenszeit gewählt. Sie sprechen Recht auf Basis der Gesetze des Landes und urteilen nach eigenem Ermessen, wo es keine Präzedenzfälle gibt. Wird ein neuer Präzendensfall geschaffen, übernimmt es die Akademie, die Urteile in eine passende kommentierte Form zu bringen und zu verteilen.

Der Tempel

Der Tempel, d.h. die offizielle Staatsreligion von Talilla, ist mit der Akademie insofern verbunden, als jeder Priester (außer denen der unterste Stufe) an der Akademie Theologie studiert haben muss. Die weitere Karriere ist dann alleinige Angelegenheit der Tempelhierarchie. Auch sonst ist der Tempel nicht der Akademie unterworfen, wird jedoch in Realität darauf achten, es nicht zum offenen Bruch kommen zu lassen.


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Letzte Änderung: April 16, 2016, at 05:33 PM