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Die talenische Armee

Allgemeines

Die talenische Armee wird auch als Falkenarmee bezeichnet, da ihre Mitglieder neben den eigentlichen Priestern als unmittelbare Diener Tandemeos angesehen werden und genau wie die Priester auch Soldaten das Allerheiligste des Tempels betreten dürfen. Tandemeo ist der Hauptgott von Talilla und wird als Falke verehrt.

Alle Mitglieder des Militärs werden daher auch als Falken des Königs/der Königin oder schlicht als Falken bezeichnet.

Wie in allen anderen Bereichen Talillas auch, sind Männer und Frauen gleichberechtigt und stehen gleichermaßen unter Waffen. Alle Rangbezeichnungen beziehen sich darum immer auf beide Geschlechter.

Talilla ist ein kriegsgewohntes Land und die Falken genießen hohes Ansehen.

Aufbau

Die talenische Armee ist eine Berufsarmee. Soldat zu sein ist ein Beruf, den man in einer von Talillas Militärschulen? erlernen kann. Nach Abschluß und Prüfung stehen dem Soldaten verschieden Karrieren offen, von denen die Armee nur eine ist.

Wer sich entschließt, ein Falke zu werden, schwört einen Eid auf die Gesetze und auf Talilla, keinen Treueeid auf die amtierende Majestät.

Farben

Die Falkenarmee ist in vier Bereiche aufgeteilt, die sogenannten Farben oder Flüge. Der Name "Farben" bezieht sich auf die Unterscheidung der Bereiche durch ihre verschiedenfarbigen Umhänge,nämlich blau (Reiterei), grün (Läufer), braun (Späher) und schwarz(Marine). In Anlehnung daran spricht man auch von "Blauen Falken" für die Reiterei, von "Grünen Falken" für die Läufer etc.

Jeder Soldat entscheidet sich beim Eintritt ins Militär für eine Farbe, innerhalb derer dann seine gesamte Laufbahn stattfindet. Es gibt Möglichkeiten, in einen anderen Flug zu wechseln, was aber eher selten vorkommt.

Uniformen

Die Uniformen sind braun und haben je nach ihrer Verwendung einen unterschiedlichen Farbton. Die Trainingsuniformen sind am hellsten, die Felduniformen mittelbraun und die Paradeuniformen, die zu offiziellen und festlichen Anlässen getragen werden, satt braun. Auch die Umhänge haben verschiedene Farbtöne, wobei hier nur zwischen dem dunkel getönten Feldumhang und dem heller, in einer leuchtenden Farbe getönten Paradeumhang unterschieden wird. Paradeumhänge sind länger und weiter als Feldumhänge und werden mit speziell verzierten Fibeln geschlossen.

Abgesehen von der Farbe der Umhänge unterscheiden sich die Uniformen der einzelnen Farben nur in so winzigen Kleinigkeiten, daß es für einen Außenstehenden unmöglich ist zu erkennen, zu welchem Flug ein Falke ohne Umhang gehört. Auch die Rangabzeichen sind in allen Flügen identisch.

Ränge #Ränge

einfache Soldaten

Alle einfachen Soldaten werden schlicht unter der Rangbezeichnung "Soldat" zusammengefaßt. Je nach Aufgabengebiet gibt es noch weitere Bezeichungen, die die Spezialisierungen kennzeichnen.

Offiziersränge

Die Offiziersränge heißen in aufsteigender Reihenfolge Äbtissin, Obere, Präfekt und Flügelkommandant. Darüber kommt noch die Standarte, die der Oberbefehlshaber des gesamten Militärs ist. Über ihr in der Befehlskette steht noch die amtierende Majestät, die aber nicht zwangsweise ein Falke sein und Interesse an militärischen Belangen haben muß.

Eine Besonderheit des talenischen Militärs ist, daß Offiziere der Falkenarmee immer zu zweit zusammenarbeiten, ein Verhältnis, das man Seiten nennt.

Einheiten

Einheitbesteht auskommandiert vonAnzahl pro Farbe
Patrouille 2 Äbtissinnen288
Schwarm6 Patrouillen2 Oberen48
Formation4 Schwärmen2 Präfekten12
Flügel6 Formationen2 Flügelkommandanten2
Flug/Farbe2 Flügeln  

Diese Zusammensetzung gilt für alle Farben außer der Marine, die durch die Größe der jeweiligen Schiffe besonderen Bedingungen unterworfen ist.
Zwischen den Flügelkommandanten und der Standarte gibt es keinen weiteren Rang, der eine komplette Farbe befehligen würde.

Patrouillenaufbau

Die Patrouillen sind je nach Farbe verschieden aufgebaut. Alle Soldaten innerhalb eine Patrouille - abgesehen von den kommandieren Offizieren - haben denselben Rang, auch wenn sie verschiedene Spezialisierungen oder Aufgaben haben.
Um die Organsiation der Patrouillen zu erleichtern, gibt es Zugführer, die den einzelnen spezialisierten Gruppen ab einer gewissen Größe voranstehen. Es handelt sich hierbei nicht um einen eigenen Rang.

Je nach Aufgabengebiet der Patrouille gibt es verschiedene Zusammensetzungen innerhalb der Farben (einzige Ausnahme ist die Reiterei, die nur ein Art von Patrouille kennt, die immer gleich aufgebaut ist)

Blaue Falken - Reiterei

Gesamtzahl Falken: 50

20 Kämpfer zu Pferde
20 Schützen zu Pferde
4 Späher zu Pferde
4 Melder zu Pferde
2 Äbtissinnen

Die Späher gehören nach Ausbildung den Braunen Falken, sind nach der Zuteilung zu einer Reitereipatrouille Mitglied der Reiterei.
Alle Mitglieder der Reiterei sind im Kampf zu Pferde und zu Fuß ausgebildet, wobei der Schwerpunkt eindeutig auf berittenem Kampf liegt. Es gibt keine weiteren Spezialisierungen, da die Stärke der Reiterei vor allem in ihrer Beweglichkeit und Schnelligkeit liegt, mit der sie in das Kampfgeschehen eingreifen kann.
Jeder Blaue Falke hat ein persönliches Pferd, das manche sogar selbst gestellt haben.

Die Reiterei ist die am höchsten angesehene Farbe der talenischen Armee.

Braune Falken - Späher #Späher

Echte Späherpatrouille
Gesamtzahl Falken: 10

8 Späher
2 Äbtissinnen

Feldjäger
Gesamtzahl Falken: 30

28 Feldjäger
2 Äbtissinnen

Vermesser
Gesamtzahl Falken: 20

18 Vermesser
2 Äbtissinnen

Alle Späher können reiten, aber nicht jeder muß das regelmäßig oder hat ein eigenes Pferd. Feldjägern obliegt es vor allem, Lager zu bewachen und die Ordnung zu gewährleisten und auch Vermesser begleiten fast immer Patrouillien anderer Fraben. Die Ausnahme bilden die die echten Späher, die meist allein agieren.
Die Ausbildung unter den Braunen Falken ist stark variabel und ihre Mitglieder sind auf ihre jeweiligen Aufgaben spezialisiert.

Grüne Falken - Läufer #Läufer

normale Läufer
Gesamtzahl Falken: 150

90 Kämpfer zu Fuß
30 Schützen zu Fuß
4 Melder zu Pferde
8 Musikanten (Trommler und Pfeifer)
12 Falken als Mannschaften für zwei leichte Geschütze (6 Mann pro Geschütz)
4 Quartiermeister/Köche/Sekretäre etc. 2 Äbtissinnen

Gebirgsjäger
Gesamtzahl Falken: 100

60 Kämpfer zu Fuß
30 Schützen zu Fuß
4 Melder zu Pferde
4 Melder zu Fuß
2 Äbtissinen

schwere Artillerie
Gesamtzahl Falken: 120

90 Falken als Mannschaften für sechs schwere Geschütze (15 Mann pro Geschütz)
18 Kämpfer zu Fuß
6 Schützen zu Fuß
4 Melder zu Pferde
2 Äbtissinnen

Pioniere
Gesamtzahl Falken: 80

2 Ingenieure
60 Pioniere
8 Kämpfer zu Fuß
4 Schützen zu Fuß
4 Melder zu Pferde
2 Äbtissinnen

Die Grünen Falken sind die zahlenmäßig größte Gruppe der talenischen Armee. Da sie sehr unbeweglich sind, sind sie stark auf ihre jeweiligen Einsatzgebiete ausgerichtet und unterscheiden sich sehr stark voneinander. Das gleiche gilt für die Ausbildungen, vor allem die der Pioniere, die durch Bau von Brücken, Straßen etc. vor allem den anderen Einheiten den Weg ebnen und weniger in Kampfhandlungen verwickelt sind.
Die berittenen Melder sind der Ausbildung nach Blaue Falken, gehören aber nach Zuteilung zu einer Läuferpatrouille zu den Grünen Falken.

Schwarze Falken - Marine

Die Marine bewegt sich vor allem auf den Flüssen Talillas und entlang seiner Küsten im Gewässer bis Iananca. Die kleinste selbstständig operierende Einheit ist in aller Regel ein Schwarm, der allerdings nur bei großen Schiffen aus den vollen sechs Patrouillen besteht. Dafür gibt es in der Marine mehr Schwärme als in den anderen Farben. Eine Patrouille bildet eine Wachmannschaft eines größeren Schiffes und nur selten ist eine Patrouille allein auf einem kleineren Boot unterwegs. Die Zusammensetzung der Patrouillen variiert von Schiff zu Schiff, je nach Größe und Aufgaben.

Stabsoldaten

Ab dem Rang einer Oberen stehen den Offizieren Stabsoldaten zur persönlichen Verfügung. Dabei handelt es sich um speziell ausgebildete Falken der eigenen Farbe, bzw. im Fall der Meldereiter zu den Blauen Falken, die nicht zur Patrouille dazugerechnet werden, auch wenn sie eine Kampfausbildung haben. Ordonnanzen sind dabei für alle Bereiche des täglichen Lebens zuständig.
Präfekte, Flügelkommandanten und die Standarte haben entsprechend größere Stäbe.

Beispiel: Stab der Oberen
2 Pferdeknechte
2 Ordonnanzen
2 Sekretäre
2 Meldereiter

Tross

Neben den Falken selbst existiert in Talilla ein entsprechen großer Tross in den Kasernen, der auch mit ins Feld zieht. Dieser umfaßt Heiler und Feldscherer genauso wie Wagner, Schmiede und andere Handwerker, Köche, Marketender, Spielleute und viele mehr.

Ausbildung

Die Ausbildung zum Soldaten kann privat vorgenommen werden oder an einer Militärschule, wobei in jedem Fall einige abschließende Monate an einer Militärschule studiert werden müssen, wo auch die Prüfung abzulegen ist.

Talilla verfügt über strategisch im Land verteilte Schulen, die verschiedene Schwerpunkte anbieten. Alle verlangen Schuldgeld, und die mit dem besten Ruf sind natürlich auch die teuersten. Wer sich diese leisten kann, schickt sein Kind dort zur Aufnahmeprüfung, wer nicht, kann immer noch auf ein Stipendium hoffen, daß es den Besten der Aufnahmeprüfungen erlaubt, die besten Schulen zu besuchen. Gekoppelt an das Stipendium ist immer die anschließende Vereidigung als Falke für mehrere Jahre.

Ferner gibt es für arme Familien die Möglichkeit, ihr Kind an das Militär zu verkaufen. Die Eltern erhalten eine finanzielle Entschädigung für die Arbeitskraft und geben im Gegenzug jedes Recht an dem Kind auf. Dem kaufenden Offizier obliegt es, das Kind nach seinem Gutdünken in eine der Militärschulen zu schicken oder beim Tross ausbilden zu lassen.

Wie bei den meisten Ausbildungen Talillas liegt das übliche Eintrittsalter zwischen acht und zehn Jahren, damit die Militärschulen gewährleisten können, daß die Soldaten zu Volljährigkeit mit 15 zur Verfügung stehen.
Es ist allerdings auch möglich, weit später eine Ausbildung zum Soldaten zu beginnen, wenn man gut genug ist, die Aufnahmeprüfung zu bestehen und das Schulgeld bezahlen kann.

Beförderung #Beförderung

Die Beförderung in den Rang einer Äbtissin stellt in der talenischen Armee einen deutlichen Schnitt im Leben eines Falken dar, im militärischen als auch im persönlichen.

Wie lange ein Falke im untersten Rang bleibt und ob er überhaupt befördert wird, hängt nicht nur vom persönlichen Können ab sondern auch davon, ob eine geeignete Seite gefunden werden kann.

Alle Beförderungen, egal in welchen Rang, finden nach dem gleichen Muster statt, wobei bei höheren Rängen natürlich die Bindungszeremonie entfällt.

Bindung

Bei der Beförderung zur Äbtissin wird der Soldat an einen andren Soldaten der gleichen Farbe gebunden. Dieser Brauch basiert auf der Tradition der Hiarener?, was auch der Grund ist, das immer ein Mann und eine Frau aneinander gebunden werden. So wird sichergestellt, daß die beiden Offiziere gemeinsam ihrer, ebenfalls geschlechtlich gemischten Patrouille, gerecht werden können.

Die Bindung findet in einer aufwändien Zeremonie statt, die mit der Beförderung einhergeht und unmittebar vorher stattfindet. Dabei soll ein Band zwischen den beiden Soldaten hergestellt werden, das sie von zwei Personen zu einer macht.

Um diesen Schritt in ein neues Leben auch nach außen hin kenntlich zu machen, nehmen die Falken bei der Beförderung zur Äbtissin neue Namen an, die sie sich selbst ausgewählt habe. Der Reiterei ist dabei sogar gestattet, fremdartige Namen anszunehmen oder Buchstaben zu verwenden, die im talenischen Alphabeth nicht vorkommen.

Nähere Informationen zur Bindungszeremonie finden sich hier.

Seiten

Das Verhältnis, in dem zwei Offiziere zueinander stehen, nennt sich Seiten. Einer ist die Seite des anderen, was eben diesen absoluten Einklang beschreibt, der im Idealfall zwischen den beiden herrscht. Nur ein Falke, für den eine passende Seite gefunden wird, kann in einen Offiziersrang befördert werden.

Diese passende Seite zu finden, ist die Aufgabe der Großen Akademie?. Speziell dafür ausgebildete Sucher fahnden innerhalb der Farbe des für eine Beförderung vorgeschlagenen Falken nach einem passenden Partner. Dieser Partner muß nicht nur das entgegensetzte Geschlecht haben, sondern sollte in allen Bereichen wie Charakter, Können, Vorlieben, Arbeitsweisen, Intelligenz, Ausbildung etc. möglichst identisch sein. Nur wenn die Grundvoraussetzungen so ähnlich wie möglich sind, müssen die Offiziere keine Zeit mit Diskussionen darüber verschwenden und können sich gegenseitig verstärken. Zwischen Seiten gibt es keine Grundsatzdiskussionen und oft wissen sie, was der andere denkt, ohne ihn auch nur anzusehen dafür.

Um diese Vertrautheit zu erreichen, müssen Seiten hart an sich und ihrer Bindung arbeiten. Im Normalfall haben sie ihre Seite noch nie gesehen, bevor sie gebunden werden und in die letzte gemeinsame Prüfung gehen.
Bindungen bestehen daher immer auf der Basis dieser Bereitschaft zu arbeiten und auf dem Willen der Seiten dazu. Eine Bindung, die nicht funkioniert, kann von den Seiten gelöst werden - zumindest in der Theorie, denn in der Praxis wäre das eine große Schande, die niemand auf sich ziehen will. Seiten tun alles, damit ihre Bindung funktioniert.

Die Auflösbarkeit der Bindung ist sehr wichtig, da es durchaus vorkommen kann, daß eine Seite im Feld so schwer verwundet wird, daß sie nicht mehr dienen kann. Um nicht beide Offiziere zu verlieren, besteht die Möglichkeit, den kampffähigen Partner aus der Bindung zu entlassen und ihn neu zu binden. Ebenso erlischt die Bindung mit dem Tod einer Seite.

Im Normalfall wird ein Falke nur einmal im Leben gebunden, eben bei der Beförderung zur Äbtissin. Seiten teilen das Quartier, leben 24 Stunden am Tag zusammen und sind äußerst vertraut und aneinander gewöhnt. Seine Seite zu verlieren ist das Schlimmste, was einem Offizier passieren kann und wird als Verlust eines Teils der eigenen Seele beschrieben. Die wenigsten dienen in so einem Falle weiter, und wenn, dann sind sie oft in einem Zustand, der das verantwortungsbewußte Führen von Falken nicht mehr möglich macht. Einzelne Offiziere gelten als unempfindlich für jede Gefahr und nicht wenige suchen den Tod im Kampf.

Wer weitermacht und sich wieder binden läßt, muß die ganze harte Arbeit um Vertrautheit und Einklang von vorne beginnen und nicht wenige scheitern an dieser Aufgabe.

Das Verhältnis der Seiten zueinander ist in aller Regel rein platonisch, da sich Seiten zu ähnlich sind, um anderes Interesse beieinander zu erwecken.
Falken, auch Offiziere, dürfen heiraten und eine Familie gründen, was aber dadurch erschwert wird, daß Falken bei ihren Patrouillen leben, und Zivilisten in Kasernen bestenfalls beim Tross unterkommen.
Wer einen gebundenen Offizier heiratet, muß sich damit abfinden, daß stets ein anderer das Quartier mit dem Geliebten teilt und man selbst allenfalls als Besuch geduldet ist. Dazu kommt, daß ein solcher Vertrauensstatus wie mit der Seite so gut wie unmöglich zu erreichen ist. Immer an zweiter Stelle zu stehen und die Seite quasi mit zu heiraten, verhindert Ehen von Offizieren so gut wie vollständig.

Die Beziehung von Seiten zueinander ist äußerst schwer zu verstehen für jemanden, der nicht selbst gebunden ist. Daher sagen die Falken gerne, daß eine Bindung nicht zu begreifen ist, nur zu erfahren.

Anwärter/Anwärterinnen

Dieser Zustand "zwischen den Rängen" ist der einzige in der talenischnen Armee, der mit geschlechtsspezifischen Worten bedacht wird. Anwärter/Anwärterinnen sind Falken, die unmittelbar vor der Beförderung stehen, und zwar ganz gleich, in welchen Rang. Soldaten vor ihrer Beförderung zur Äbtissin werden ebenso Anwärter/Anwärterin genannt wie ein Flügelkommandant vor seiner Beförderung zur Standarte.
Die Zeit als Anwärter/Anwärterin beginnt am Abend vor der Beförderung mit dem Ablegen der alten Rangabzeichen und endet am nächsten Tag mit dem Anlegen der neuen. Das Besondere an diesem Zustand, der der Besinnung auf Pflichten und Verantwortung des neuen Rangs dienen soll, wird dadurch verstärkt, daß die Anwärter/Anwärterinnen nicht in ihren normalen Quartieren übernachten. Anwärter/Anwärterinnen zur Äbtissin schlafen nach Geschlechtern getrennt, was sonst in der Falkenarmee undenkbar ist, bereits gebundene Anwärter auf einen höheren Rang schlafen von ihrer Seite getrennt allein in einem Raum, was sonst auch beinahe nie vorkommt.
Anwärter/Anwärterinnen legen mit den alten Rangabzeichen auch ihre Umhänge ab und gelten bis zu deren Rückgabe zu Beginn der Bindungszeremonie als farbenlos.

Flügelrat und Standarte

Der Flügelrat besteht aus allen Flügelkommandanten der Falkenarmee und dient der Standarte als beratende Instanz. Der Flügelrat wählt auch die Standarte aus der eigenen Mitte, nach entsprechender Beratung und in einem einfachen Abstimmungsverfahren. Die so gewählte Standarte darf die ihr zugeteilte Ehre nicht abweisen und hält den Rang inne, bis sie selbst oder ihre Seite verstirbt.

Die Seite der Standarte verbleibt im Rang des Flügelkommandanten, befehligt aber keinen Flügel mehr, da einzelne Offiziere in der talenischen Armee kein ständiges Kommando erhalten. Sie dient der Standarte vielmehr als Adjutant, Stellvertreter und vertrautester Berater des Flügelrates, und in den freigewordenen Offiziersrang rückt ein Präfektenpaar der entsprechenden Farbe nach. Die Gesamtzahl des Flügelrates ist daher immer ungerade - je zwei Flügelkommandantenpaare pro Farbe und die Seite der Standarte - was bei Abstimmungen immer ein Ergebnis garantiert, da Enthaltungen nicht möglich sind.

Die Standarte und ihre Seite sind damit die einzigen Offiziere in der talenischen Armee, die einen anderen Rang haben als ihre Seite, was für die Beteiligten nicht immer einfach ist. Ihr Verhältnis zueinander ist noch immer das gleiche wie zuvor und sie leben auch nach wie vor zusammen, doch das Wort der Standarte steht immer über dem ihrer Seite, und ihr stehen alle Ehrbezeugungen zu, die auch die anderen Flügelkommandanten leisten müssen. Darunter fällt z.B. der Salut, wenn sie einen Raum betritt oder verläßt oder die Tatsache, daß Flügelkommandanten einen Schritt hinter der Standarte zu gehen oder zu reiten haben und nicht neben ihr.

Die Standarte ist der militärische Oberbefehlshaber der gesamten Falkenarmee, auch wenn sie nach wie vor die Farben des Fluges trägt, aus dem sie kommt. Um ihre Sonderstellung zu kennzeichnen, ist der farbige Umgang mit Goldstickereien durchwirkt und in den anderen drei Farben gesäumt.


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Letzte Änderung: April 17, 2016, at 12:26 PM