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Das Sabessische Wahlsystem

Das Sabessische Wahlsystem beruht nicht auf dem Auszählen, sondern auf dem Auswiegen von Stimmen.

Das bedingt zunächst das Vorhanden sein von entsprechenden offiziellen Waagen. Unter provisorischen Umständen kann es sich dabei um einen einfachen, an einem Nagel befestigten Balken handeln, Städte haben oft sorgfältig gearbeitete und gepflegte Waagen an einer Wand im Eingangsbereich des Rathauses oder für den Gebrauch auf einem öffentlichen Platz.

Jeder Wahlberechtigte erhält gemäß seiner Stimmberechtigung ein Wahlmittel. Dabei kann es sich um extra zur Verfügung gestellte Kugeln gleichen Gewichts handeln oder um natürlich vorkommende Gegenstände mit annähernd gleichem Gewicht wie z.B. Bohnen. In reichen Städten haben die Mitglieder des Stadtrates auch oft persönliche Wahlkugeln, die reich bemalt oder verziert sind. In diesem Fall werden die Kugeln vor jeder Wahl unter den Blicken aller Ratsmitglieder auf ihr gleiches Gewicht überprüft. In den anderen Fällen werden kleinere Abweichungen in Kauf genommen, da diese sich durch die große Menge der Wahlbeteiligten ausgleichen. Unterschieden in der Gewichtung der Stimmen wird dadurch begegnet, die die einzelnen Wahlberechtigten unterschiedliche Mengen der entsprechenden Wahlmittel erhalten.

Für jede Wahlmöglichkeit - egal ob Option oder Person - wird ein blickundurchlässiges Gefäß zur Verfügung gestellt. Diese Gefäße werden vor Beginn der Wahl unter Zeugen an der Waage ausgewogen, um so zugleich zu beweisen, dass die Gefäße alle dasselbe Gewicht haben und dass die Waage funktioniert.

Die eigentliche Wahl kann öffentlich stattfinden, indem jeder Wahlberechtigte einfach an das entsprechende Gefäß tritt und seine Wahlmittel hineinwirft. Es gibt aber auch geheime Wahlen, in denen die Wahlberechtigten den Wahlbereich durch eine abgeschirmte Kabine verlassen, in der die Gefäße stehen, so dass niemand sehen kann, in welches der Einzelne seine Wahlmittel gibt. Reiche Städte haben für den Stadtrat oft komplizierte Apparaturen, die gewährleisten, dass auch die Entnahme der persönlichen Wahlkugeln so erfolgt, dass niemand nachvollziehen kann, wer wie gestimmt hat.

Um zu gewährleisten, dass niemand mehr als einmal abstimmt, müssen sich alle Wahlberechtigten vor der Wahl in einem bestimmten Bereich oder Raum einfinden. Erst wenn dieser Raum geschlossen ist, darf die Wahl beginnen. Der Wahlbereich darf dann nur noch verlassen werden, es darf ihn niemand mehr betreten. Wenn ein Wahlberechtigter zur spät zum Wahlort kommt und der Wahlbereich schon geschlossen ist, darf er nicht mehr an der Wahl teilnehmen. Daher kann es durchaus sein, dass bei bestimmten Wahlen eines überschaubaren Kreises der Wahlbereich erst geschlossen werden darf, wenn alle Wahlberechtigten darin sind.

Haben alle Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben, werden die Gefäße unter Zeugen gegeneinander ausgewogen. Gibt es mehr als zwei Wahloptionen, werden alle Gefäße gegeneinander ausgewogen. Nur deutliche Ausschläge der Waage zählen.

Die Wahloption, deren Gefäß am schweresten ist, gilt als gewählt.

Nach diesen System kann zwar festgestellt werden, welche Option gewonnen hat, aber nicht, wie die genaue Stimmenverteilung war (d.h. wie viel mehr für die siegreiche Option gestimmt haben). Dies wird als ganz bewußter Vorteil gesehen, da man der Meinung ist, es sei dem politischen Frieden dienlich, wenn die unterlegene Partei nicht weiß, wie knapp sie unterlegen ist.

Das Auswiegen der Stimmen geht sehr viel schneller und einfacher als ein Auszählen in einem schriftbasierten Wahlsystem. Auch die Stimmabgabe nimmt nur wenig Zeit in Anspruch. Wird ein Wahlergebnis angezweifelt wird deshalb im sabessischen System nicht neu ausgezählt, sondern einfach neu gewählt.

Dieses System der Wahlen wurde bereits in der Frühzeit Sabessas entwickelt. Es hat sich auch in alle Tochterstaaten Sabessas ausgebreitet, d.h nach Belida, Perhenien und Talilla.


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Letzte Änderung: April 17, 2016, at 01:05 PM