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Neorier

Die Neorier sind eines der beiden großen Geschlechter des sabessischen Pantheons. Sie werden vor allem in den Städten verehrt, die lange unter dem Einfluß Cerions? standen, aber einer von ihnen, Tandemeo gehört zur Göttertrias Sabessas?. Der Legende? nach liegen die Neorier mit den Elliaden im erbitterten Streit. Wenn dieser Streit einstmals völlig beendet wird, soll ein goldenes Zeitalter anbrechen.

Sibeor

Sibeor ist der Wettergott. Er liegt im ständigen Zwist mit Astuvar, dem Gott der Meere. Dies ist der Urspung des Streits zwischen den Götterfamilien.

Zu seinem Hofstaat gehören unter anderem acht Wagenlenker, jeder mit seinem ungestümen Gespann. Das sind die Winde der acht sabessischen Himmelsrichtungen.

Als Mann von Marucea und Vater von Tandemeo, Mynop und Iumema ist er das Familienoberhaupt der Neorier.

Nuira

Sibeors Mutter ist Nuira, die Göttin des Todes und des Schicksals. Sie wird auch "die Verhüllte" genannt. Nuira ist eine Göttin, die mehr gefürchtet als verehrt wird. Sie bestimmt, wann ein Kind geboren wird und wann ein Mensch stirbt. Die meiste Zeit hält sich Nuira aus den Angelegenheiten der Götter heraus, läßt sich dafür aber auch nicht von den anderen in ihren Zuständigkeitsbereich hineinreden. Einzig ihre Lieblingsenkelin Iumema kann ihr manchmal einen Gefallen abringen. In der Poesie wird ihr Name manchmal als Synonym für "Nacht" verwendet, insbesondere für eine grausame, furchterregende Nacht.

Nuira ist mit Hyralo verheiratet. Neben Sibeor hat sie zwei weitere Söhne Astax und Terol.

Sie hat keinen Hofstaat, sondern nur einen Begleiter, Croanir. Er wird auch die Nachtkrähe genannt, aber er ähnelt keinem normalen Vogel. Sein Gefieder ist dunkelgrau und sein Flug so lautlos wie der einer Eule. Er hat einen Krähenschnabel, aber er wird eher als Raubvohel beschrieben. Er ist groß genug, um Nuira auf ihren Ausflügen als Reittier zu dienen, doch ist er kein dummes Biest, sondern ein kluger Diener und Bote, der oft auch allein unterwegs ist. Sein Name bedeutet "Nuiras Krähe", das -nir ist verkürzt für -nuir.

Hyralo

Hyralo ist der Gott des Himmels. Wie seine Frau spielt er eine eher geringe Rolle in der Verehrung durch die Menschen.

Sein Hofstaat besteht aus "Vogelmenschen". Das sind Wesen, die grob menschenähnlich sind, aber extrem dünn, feinknochig und sehr groß. Statt Armen haben sie riesige, gefiederte Flügel, aus denen - ähnlich wie bei einem Fledermausflügel - nur der Daumen und zwei weitere Finger hervorstehen. Auch am Körper sind sie teilweise mit dünnen Flaumfedern bedeckt. Sie haben einen Vogelschnabel und gelten trotzdem als sehr schön. Eine dieser Vogelfrauen ließ sich mit Astuvar ein, worauf sie von Hyralo in ein hässliches "Entenwesen" verwandelt wurde. Asticca begegnete ihr in einem ihrer Abenteuer in einem Sumpf.

Hyralo ist mit Nuira verheiratet. Er ist der Vater von Sibeor, Astax und Terol.

Astax und Terol

Astax ist der Gott der Sonne, sein Zwillingsburder Terol der Gott des Mondes. Als Söhne von Nuira und Hyralo haben sie noch einen weiteren Bruder, Sibeor.

Astax trägt eine goldene Rüstung, Terol eine silberne. Im Wettrennen reiten sie auf schnellen Pferden über den Himmel. Die Schweißflocken, die von den Pferden wegspritzen, sind die Sterne und die Milchstraße ist als "Rennbahn" bekannt. Neben ihrer Funktion als Sonnen- bzw. Mondgott sind sie auch als Götterboten unterwegs und für alles zuständig, was mit Schnelligkeit zu tun hat. Auch wenn es einen Kampf zu bestehen gibt, werden die beiden gerne angerufen.

Die Brüder haben kein Gefolge. Allein sind sie stärker und schneller. Nur Terol wird von einem Hund begleitet, dem kleinen Mond Aurhims.

Früher ritten sie gemeinsam über den Himmel, doch dann ließ sich Terol auf eine Affäre mit Saquira aus dem damals noch verfeindeten Göttergeschlecht der Elliaden ein. Astax hat seinem Bruder diesen Verrat nie verziehen, und so reiten die Brüder heutzutage getrennt. Kommt Terol ihm doch einmal zu nahe, verfinstert sich Astax vor Wut.

Astax selbst hat eine Tochter aus einer Liebschaft mit einer sterblichen Diebin: Asticca. Sie wird mit dem kleinsten Mond Aurhims gleichgesetzt. Sie ist um einen Ausgleich zwischen ihrem Vater und ihrem Onkel bemüht und bleibt deswegen stets in Terols Nähe.

Marucea

Marucea ist die Göttin der Pflanzen und der Fruchtbarkeit und ist auch für alle "weiblichen Belange" zuständig. Dazu gehören natürlich neben Fruchtbarkeit auch Schwangerschaft und Geburt. Marucea gilt als der Inbegriff der Frau der unteren Schichten (im Gegensatz zu Dioreta). Die beiden Göttinen sind die Beschützerinnen von Heim und Familie, Marucea hat aber nach Dioretas Rückzug aus der Welt in diesem Bezug deutlich an Bedeutung gewonnen.

Marucea ist verheiratet mit Sibeor und die Mutter von Iumema, Mynop und Tandemeo. Ihre Mutter Gemodoma, die sie aus sich selbst heraus geboren hat. Einen Vater hat sie deswegen nicht.

Marucea ist die wichtigste weibliche Gottheit in Talilla?. Ihr Symbol dort ist der Baum.

Gemodoma

Gemodoma ist die Göttin der Erde. Sie ist die Mutter Erde, die alles Leben erschafft. So hat sie auch ihre Tochter Marucea aus sich selbst heraus ohne Vater geschaffen.

Gemodoma spielt im religiösen Leben Sabessas keine große Rolle.

Tandemeo

Tendemeo ist der Gott der Bauern und Krieger. Er vereint den Bauern der Friedenszeit mit dem Krieger, der seine Heimat verteidigt. Er ist der "rechtschaffene Krieger", der in den Kampf zieht, wenn es eben nötig ist. Das ist eine Aufgabe wie jede andere, und er schämt sich seiner Fertigkeiten auf dem Gebiet nicht. In dieser Hinsicht steht er im Gegensatz zu dem Elliaden Tamuc, der für Blutdurst und Rachsucht steht.

Tandemeo ist der Sohn von Marucea und Sibeor. Er ist der Bruder von Mynop und Iumema.

Er ist mit Teava verlobt und wird auch "der Schwiegersohn" genannt. Ihre Hochzeit wird den Beginn des goldenen Zeitalters markieren. Bis dahin ist Tandemeo nicht gerade treu, aber Teava sieht darüber hinweg, solange sie noch nicht verheiratet sind und solange er es nur mit Menschenfrauen macht (die sind ja nicht so wichtig). Und wenn er es mal besonders bunt getrieben hat, ist sie ihm einige Zeit böse und er muß sie mit irgendwelchen Liebesbeweisen besänftigen.

Tandemeo ist einer der wichtigsten Götter Sabessas und bildet mit Teava und Astuvar die Sabessische Göttertrias?. Außerdem ist er der wichtigste männliche Gott von Talilla?. Dort ist sein Symbol der Falke.

Mynop

Mynop ist der Gott der Jagd, der wilden Tiere und der Wälder. Mynop ist das Gegenstück zum Bauerngott Tandemeo. Die wilde und unberührte Natur und ihre Tiere liegen ihm an Herzen. Im Gegensatz zum Schwerenöter Tandemeo ist Mynop tugendhaft und jungfräulich.

Er ist der Sohn von Marucea und Sibeor, und der Bruder Iumema und Tandemeo.

Iumema

Iumema ist die Göttin der Heilkunst im Allgemeinen, vor allem aber die Göttin der Heilkräuter. Iumema ist die Lieblingsenkelin von Nuira und hat als einzige einen gewissen Einfluß auf sie, daher wird sie ebenfalls angebetet, wenn es darum geht, einen Menschen vor dem Tod zu retten.

Sie ist die Tochter von Marucea und Sibeor. Sie ist mit Tulohes verheiratet und die Schwester von Tandemeo und Mynop.

Tulohes

Tulohes ist der Gott des Weinbaus, das heißt, er steht mehr für den fleißigen Weinbauern als für den berauschten Trinker (siehe Tamuc). Zusammen mit seiner Frau Iumema ist er stets auf der Suche nach neuen Tinkturen, wobei sie eher nach Heiltränken sucht und er nach neuen Likören.

Mythologie

Das Geschick der Götter im Laufe der Zeit?


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Letzte Änderung: November 11, 2014, at 11:58 AM