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N'Ciht

Daten

Singular

Cih

Plural

N'Ciht

Adjektiv

N'Ciht

Sprache

N'Ciht

Rasse

Regenkinder

Die N'Ciht sind eines der beiden Teilvölker der T'Lihc, eines Regenkindvolkes auf Eoconor. Der andere Teil sind die Nirujo. Genetisch gesehen handelt es sich bei den beiden Völkern tatsächlich um ein und dasselbe Volk. Der Unterschied besteht allein in einer Mutation auf dem x-Chromosom. Diese bedingt vor allem zwei entscheidende Unterschiede: sie immunisiert gegen die Auswirkungen von Jungfrauenfieber und sie unterbindet die sonst für Regenkinder? typische Fähigkeit zur Empathie. Die N'Ciht umfassen dabei den empathiebgabten Teil der T'Lihc, d.h. alle Frauen und die Hälfte der Männer.

Zwei weibliche Geschlechter

Unter den N'Ciht existieren zwei weibliche Geschlechter, die auch optisch klar unterschieden werden können.

Eines von ihnen besitzt zwei Chromosomen des unmutierten Gens. Damit sind sie nicht immun gegen das Jungfrauenfieber. So gut wie 100% dieser Mädchen erkranken im Kindesalter, werden unfurchtbar und kommen niemals in die Pubertät. Durch die fehlende Ausprägung der sekundären Geschlechtsmerkmale bleiben sie ihr Leben lang mädchenhaft und adrogyn. Dieses Geschlecht wird unter den T'Lihc als "Jungfrau" bezeichnet.

Das zweite weibliche Geschlecht besitzt ein mutiertes x-Chromosom. Damit ist es gegen das Jungfrauenfieber immun. Diese Mädchen entwickeln sich zu geschlechtsreifen Frauen. Unter den T'Lihc werden sie als "Mutter" bezeichnet, auch wenn sie noch kein Kind geboren haben. Da sie nur ein mutiertes x-Chromosom besitzen, sind sie immer noch empathisch begabt.

Nur Frauen mit zwei mutierten x-Chromosomen wären unfähig zur Empathie. Ein solches Mädchen muß aber zwingend einen Nirujo-Vater haben und da die Nirujo in der Regel im Knabenalter sterilisiert werden, ist dies sehr unwahrscheinlich. Ein solches Mädchen - wenn es denn doch einmal dazu kommt - hat ein sehr schweres Leben, da sie bei beiden Völkern als Mißgeburt und widernatürliches Wesen gilt.

Es ist üblich, dass sich immer zwei Frauen, aus jedem dieser Geschlechter eine, zu einem Paar zusammentun. Der angestrebte Idealfall ist eine Paarung aus zwei möglichst nahe verwandten Frauen, am allerbesten Schwestern. Dieses Frauenpaar wird dann gemeinsam von einem Mann umworben. Insbesondere in den oberen Gesellschaftsschichten sind Eheschließungen ein wichtiges Mittel, um Bündnisse zu festigen. Da aber vor Einsetzen der Pubertät nicht klar ist, ob ein Mädchen zur Jungfrau oder Mutter wird, sind feste Eheversprechen im Kindesalter unmöglich. Um trotzdem frühzeitig Bündnisse eingehen zu können, werden Verlöbnisse mit mehreren Partnern geschlossen, immer unter der Bedingung, dass die Ehe nur zustandekommt, wenn die Kinder später verschiedene Geschlechter haben. Um Streit zu vermeiden, werden oft Verlöbnisse mit mehreren Kindern der selben Familie geschlossen, oder es wird eine Art Rangliste erstellt. Trotzdem entstehen daraus immer wieder bittere Auseinandersetzungen.

Gesellschaftsstruktur

Unter den N'Ciht herrscht ein streng geordnetes Kastensystem. Jeder wird in eine Gesellschaftsschicht hineingeboren, die er nur in Ausnahmefällen verlassen werden kann.

Unter den N'Ciht gilt die Ehe zwischen einem Mann und zwei Frauen als einzig akzeptable und ehrbare Verbindung zwischen Personen. Dabei muß eine Frau eine Jungfrau und die andere eine Mutter sein, die sich zuvor als Paar zusammengetan haben, und vom Mann gemeinsam umworben werden. Homosexualität gilt als abartig und verpönt.

In der Ehe haben Jungfrau und Mutter klar abgegrenzte Zuständigkeitsbereiche und Aufgaben. Der Mutter obliegt alles, was mit den Kindern zu tun hat. Schwanger zu sein, die Kinder zu bekommen, dafür zu sorgen, dass es ihnen gut geht, und dass sie ihrer Stellung entsprechend erzogen werden. Auch unterstehen ihr alle anderen unmündigen Pesonen des Haushalts, wie Sklaven oder Dienstboten. Als die, die die Linie des Hauses weiterführt, genießt sie so ein großes gesellschaftliches Ansehen, hat aber kaum materielle oder politische Macht.

Der Jungfrau untersteht der gesamte Besitz und Haushalt. Alles materielle Gut der Familie gehört ihr, sie führt die Hauswirtschaft und hat die absolute Macht über alle Belange des täglichen Bedarfs. Da ihr alles Land der Familie gehört, untersteht ihr auch die darauf betriebene Landwirtschaft und alles, was mit den Immobilien zu tun hat. Durch ihre große materielle Macht ist die Jungfrau in der Lage, Einfluß auf das Staatsgeschen zu nehmen, weshalb es sogenannte Jungfrauengremien gibt, die sich zu entsprechenden Beratungen zusammenfinden.

Offiziell haben die Männer alle poltische Macht, das Recht, die Familie nach außen zu repräsentieren und die Mitbestimmung im Staat, sowie den Handel. Männer arbeiten immer gegen Lohn, sei es als Handwerker, Kaufleute oder Feldarbeiter. Das Geld, das sie dabei verdienen, sowie ihr Werkzeug gehört zwar der Familie, aber sie haben die Verfügungsgewalt darüber. Nicht selten kommt es vor, dass eine Jungfrau fremde Männer als Landarbeiter einstellt, während ihr Mann gegen Lohn auf anderen Feldern arbeitet.

Alle drei Geschlechter erhalten ihre Ausbildungen entsprechend ihrer späteren Aufgaben. Zusätzlich zu diesem geistigen Erbe erhalten alle Kinder entsprechend ihres Geschlechtes auch materielles Erbe.
Eine Mutter erhält ihren Erbteil bei ihrer Hochzeit mit einer Jungfrau in Form einer standesgemäßen Mitgift, die als Grundstock für den zukünftigen Haushalt gedacht ist und daher meist aus praktischen Dingen besteht, die in den Besitz der Jungfrau übergehen.
Der Mann erhät am Ende seiner Ausbildung sein Erbe ausbezahlt, je nach Beruf und Stand. Dieses Erbe soll ihm dabei helfen, sich einen eigenen Lebensgrundstock zu sichern und zwei Frauen zu umwerben, damit er eine eigene Familie gründen kann.
Das Erbrecht der Jungfrauen ist komplizierter, denn die eigentliche Erblinie wird durch sie weitergeführt. Daher nimmt die Mutter und später auch der Mann bei der Hochzeit den Familiennamen der Jungfrau an. Die Jungfrau erhält ihr Erbe erst, wenn die Jungfrau stirbt, als deren Tochter sie groß geworden ist. Der gesamte Besitz geht dann auf sie über, bzw. wird unter den Schwestern, die Jungfrauen sind, aufgeteilt.

Witwenschaft/Witwernschaft

Grundsätzlich ist eine Wiederheirat der überlebenden Ehepartner gestattet, egal welcher Ehepartner verstirbt. Das heißt, sowohl eine Mutter, als auch eine Jungfrau oder ein Mann kann einheiraten. Verstirbt der Mann als erster, ist eine solche Wiederheirat problemlos und üblich, wenn auch nicht zwingend.

Verstirbt eine der Frauen zuerst, ergibt sich das Problem der auseinandergerissenen Paarung von Mutter und Jungfrau. Auch hier ist eine Wiederheirat kein Problem, wenn Jungfrau und Mann sich in diesem Bezug einig sind. Wird keine Wiederheirat vorgenommen, wird ein anderer Weg gefunden, die Kinder zu erziehen, z.B. durch Angestellte. Verstirbt die Jungfrau zuerst, tritt das Erbrecht in Kraft, das ihren Besitz an die nächste Generation weitergibt. Mutter und Ehemann werden dann von der erbenden Tochter versorgt und ziehen sich auf ein eigens dafür vorgesehenes Altenteil zurück. Dieses Altenteil steht Mutter und Mann auch zu, wenn die Jungfrau stirbt und die Ehe kinderlos war. Das Vermögen fällt dann an die am engsten verwandte Jungfrau, deren Familie verpflichtet ist, für die Überlebenden Sorge zu tragen.

Die Ehe zwischen dem Mann und den beiden Frauen gilt als auflösbar. Sie kann im Einvernehmen geschieden werden. Das Band zwischen den beiden Frauen kann dagegen nur vom Tod gelöst werden.


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Letzte Änderung: August 04, 2016, at 08:41 PM