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Meerdrache

Daten

Körperlänge

bis zu 20m

Name in versch. Sprachen

Belidisch

Meerdrache

Neshtisequa

Arasen

Meerdrachen gehören zu den gefährlichsten Tieren in den Meeren Aurhims. Sie sehen aus wie Echsen, sind aber einiges größer als diese. Die größere, nördliche Unterart lebt vor allem im Eismeer und verwendet die arktischen Inseln als Brutstätten. Die südliche Unterart ist deutlich kleiner. Sie bevölkert die Meere um Terapanaroa? und zieht dort auch ihre Jungen auf.

Körperbau

Meerdrachen haben einen Kopf mit kräftigen Kiefern, einen langen, schlangenähnlichen Hals, einen schlanken Körper und einen mächtigen, seitlich abgeflachten Schwanz. Die nördliche Unterart bringt es auf eine Gesamtlänge von bis zu 20 m, die südliche Unterart erreicht immerhin noch etwa 12 m. Die Beine sind im Vergleich dazu relativ kurz, aber immer noch groß genug, daß die Echse auch an Land einen ausgewachsenen Mensch überragt. Die Füße sind mit starken, messerscharfen Krallen bewehrt und tragen Schwimmhäute zwischen den Zehen. Die ganze Haut ist mit starken Schuppen bedeckt, die selbst mit stählernen Waffen nur mit sehr viel Kraft durchstoßen werden können.

Meerdrachen können ihre Farbe wie ein Chamäleon oder ein Tintenfisch an ihre Umgebung anpassen. Im Normalfall tarnen sie sich und sind dann im Wasser auf der Unterseite gräulich-weiß und auf der Oberseite blau. An Land passen sie sich an die Uferlandschaft an. Im Kampf oder bei der Paarung können sie aber jede beliebige Färbung annehmen und bieten dann ein beeindruckendes Schauspiel.

"Meerdrache und Kristalltod", Artist: Susann Houndsville, Software: GIMP

Anders als Echsen haben Meerdrachen keine Lunge sondern Kiemen. Sie können aber (ähnlich wie ein Pottwal) große Mengen Sauerstoff in Blut und Gewebe speichern und auf diese Weise längere Zeit an Land verbringen. Dazu schlucken sie vor einem Landgang oft große Mengen Wasser, das sie dann portionsweise wieder erbrechen und durch die Kiemen drücken. Um keine Speisereste in die Kiemen zu bekommen, zeigen sie dieses Verhalten nur, wenn sie schon längere Zeit gehungert haben, und schleppen ihre Beute zum Fressen dann ins Wasser.

Verhalten

Meerdrachen sind geschickte Schwimmer und verbringen die meiste Zeit im Wasser. Mit kräftigen Schwanzschlägen kommen sie schnell voran. Die Beine dienen dann nur zum Steuern. Manchmal verfolgen sie ein Opfer bis an Land und ab und zu gehen sie auch dorthin, um sich zu sonnen. Auf festem Grumd sind sie nicht ganz so schnell, aber immer noch schnell, um einen fliehenden Menschen einzuholen. Steile Felswände oder gar Bäume können sie nicht erklettern.

Meerdrachen sind geschickte Jäger und ernähren sich von allen größeren Meereslebewesen (Fische, Robben, etc.). Dabei machen sie auch vor Tieren nicht halt, die deutlich größer sind als sie selbst, wie z.B. Kristalltode oder Wale. Sie sind meistens hungrig und können dann sehr aggressiv sein. Insbesondere haben einige Meerdrachen-Populationen gelernt, daß man viele hilflose Schwimmer von der Wasseroberfläche auflesen kann, wenn man ein Schiff zerstört oder zum Kentern bringt.

Die Zehen von Meerdrachen sind mit langen, messerscharfen Krallen bewehrt, die einen Menschen mit einem Hieb aufschlitzen können. Aauch vor Zähnen und Schwanz sollte man sich sehr in Acht nehmen. Die gefährlichste Waffe der Meerdrachen aber ist ihr Schrei. Er liegt für alle intelligenten Rassen? Aurhims im unhörbaren Infraschall-Bereich und erzeugt (zusammen mit der sehr realen Bedrohung an sich) bei den meisten Personen und Tieren Panik. Das resultierende kopflose Verhalten des Opfers erleichtert dem Meerdrachen die Jagd. Der Schrei scheint aber nicht allein der Jagd zu dienen, sondern hat auch etwas mit dem Paarungsverhalten zu tun, da er nur von geschlechtsreifen Tieren verwendet wird. Vielleicht dient er dazu, die Tiere zueinander zu führen, da Infraschall sehr weit trägt.

Die Paarung geschieht im offenen Meer und wird von einem Tanz eingeleitet, bei dem die Tiere sich von ihrer farbenprächtigsten Seite zeigen. Eine Beschreibung eines solchen Paarungstextes gibt es in dieser Erzählung. Nach der Paarung sucht sich das weibliche Tier eine geeignete Bucht, wo sie dann ein lebendes Junges gebiert, nur selten einmal sind es Zwillinge. Die ersten Monate verbringen Mutter und Kind in seichten Küstengewässern, dann macht sie ihren Nachwuchs allmählich mit seinem eigentlichen Element, der Hochsee, vertraut. Aber auch dort bleiben Mutter und Kind noch einige Jahre zusammen, bis das Jungtier groß genug ist, um allein überleben zu können.

Meerdrachen und Personen

Bei allen Völkern, die direkten Kontakt mit Meerdrachen haben, gibt es unzählige Geschichten über ihre Gefährlichkeit, die teils auf realen Ereignissen basieren, teils auch ins Mythische übersteigert sind. Insbesondere der seltsam lautlose Schrei mit seiner verheerenden Wirkung hat bei den meisten Völkern dazu geführt, daß den Meerdrachen magische Kräfte zugeschrieben werden. Ein weiterer Grund für die Legenden ist, daß nur sehr wenige Personen die Begegnung mit einem Meerdrachen überlebt haben.

Die Geschichten über die mächtigen und gefährlichen Tiere sind auch zu anderen Völkern gelangt und haben dort Legenden über "klassische" Drachen entstehen lassen: magische Kreaturen, die je nach Kultur auch fliegen oder Feuer speien können. Die Assoziation mit dem Meer ist bei diesen Völkern oft, aber nicht immer, verloren gegangen.

Beim Volk der Paraeri auf Terapanaroa dagegen gibt es die Sitte, junge Meerdrachen zu fangen und im Dorf bis zur Geschlechtsreife aufzuziehen. Bevor sie aber wirklich gefährlich werden können, werden sie in einer rituellen Feier getötet.

Bilder

Die Meerdrachen scheinen eine besondere Faszination auf viele unserer Bekannten auszuüben. Zumindest sind sie das am häufigsten gemalte Objekt Aurhims. Nicht jedes Bild trifft die Vorstellung perfekt, aber alle zusammen vermitteln ein gutes Bild.

Die ursprüngliche Vorstellung war die einer überdimensionalen Meerechse, also etwa so, wie auf diesem Foto zu sehen.

Connys eigene Versuche waren allerdings wenig erfolgreich und taugen allenfalls als Schemazeichnung.

Das bis jetzt beste Bild hat Mara zustande gebracht. Hier fehlen zwar die Farben, aber dafür wirkt der Meerdrache, als wäre er ein echtes Tier und kein Fabelwesen - genau wie es sein soll. Allenfalls sieht er etwas verspielt aus, aber auch Meerdrachen haben wohl etwas verspieltere Momente.

Keine Zeichnung des realen Tieres, sondern eine Abbildung einer Naskyrik-Schnitzerei?. Auch von Mara.

Das war Vinnis erster Versuch, einen Meerdrachen zu malen. Die Farben sind perfekt, aber er sieht zu stark nach Fabelwesen aus.

Der zweite Versuch von Vinni. Zwei Meerdrachen bei der Paarung. Die Tiere sehen nicht mehr so fabel-mäßig aus wie im ersten Versuch, aber an den Realismus von Maras Zeichnung kommen sie nicht heran.


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Letzte Änderung: May 30, 2016, at 09:32 PM