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Verbreitung kultureller Errungenschaften

Wenn eine kulturelle Errungenschaft von einem Volk auf ein anderes übergeht, so gibt es zwei Möglichkeiten, wie dies geschehen kann, die hier auf dieser Seite als "Abpausen" und "Ideendiffusion" bezeichnet werden. Diese Unterscheidung wurde von Jared Diamonds Buch "Guns, Germs and Steel" übernommen.
Insbesondere in der irdischen Geschichte lässt sich natürlich im Nachhinein nicht immer mit Sicherheit feststellen, wie eine Entwicklung verbreitet wurde, genauso wenig, wie man immer sagen kann, ob tatsächlich eine Beeinflussung stattgefunden hat. Als Weltenbastler ist man hier besser dran, denn man kann es ja einfach festlegen.

Abpausen

Beim "Abpausen" wird eine Errungeschaft komplett und in allen Einzelheiten übernommen. Dabei sind immer Personen involviert, die die Errungenschaft beim Ursprungsvolk kennengelernt haben und sie dann auf das neue Volk übertragen. Erst später kann es zu einer Auseinanderentwicklung kommen. Ein irdisches Beispiel hierfür wäre die Entstehung des lateinischen Alphabets aus dem griechischen.

Ideendiffusion

Bei der "Ideendiffusion" ist dagegen die Existenz einer kulturellen Errungenschaft zwar bekannt, die genauen Einzelheiten sind aber unbekannt. Im neuen Volk muß also ein gewisser Teil der "Erfinderleistung" erneut erbracht werden, allerdings vereinfacht durch das Wissen, daß es möglich ist und vielleicht auch eine grobe Ahnung davon, wie es im Urspungsvolk gelöst wurde. Ein irdisches Beispiel für Ideendiffusion ist die Entwicklung der Cherokee-Silbenschrift durch Sequoia, der bei seiner Entwicklung zwar Schriftstücke vorliegen hatte, diese aber nicht lesen konnte. Sequoia verwendete zum Teil lateinische Buchstaben, aber in einer anderern Bedeutung, da ihm die eigentliche Bedeutung gar nicht bekannt war.


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Letzte Änderung: April 10, 2014, at 10:20 AM