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Ishia

Daten

Singular

Ishia

Plural

Ishia

Sprache

Ishia

Rasse

Himmelskinder

Inhalt

Die Ishia sind ein menschliches? Volk, das in den nördlichen Ebenen? und am Osthang der Ahnberge lebt. Sie gehören zu den technologisch am wenigsten entwickelten Völkern Apaconors. Neun Stämme bilden zusammen das Volk der Ishia:

  • Grasmeer
  • Winterfluß
  • Feuerberg
  • Rotfelsen oder Luchsschatten
  • Hügelland
  • Waldland
  • Igelkopf
  • Hundert-Seen
  • Weißfeder oder Meerfreunde

Geschichte

Die Ishia sind das einzige Volk, das reinrassig von den menschlichen Volksgruppen der Siarîn? abstammt. Am Ende des alten Reiches? waren ihre Vorfahren von den herrschenden Meerkindern verraten und im Stich gelassen worden. Die wenigen Überlebenden wurden in alle Winde zerstreut und fanden in kleinen Gruppen Aufnahme bei anderen Völkern. Als Überreste der verhassten Siarîn mußten sie sich in allen Belangen unterordnen, um nicht noch mehr Unmut auf sich zu ziehen. Viele von ihnen wurden regelrecht versklavt.

Einer dieser Überlebenden war Tisha, der Sohn von Prinz Siquai? mit einer Menschenfrau. Tisha wollte sich die Zurücksetzungen nicht länger bieten lassen und sammelte eine Gruppe Gleichgesinnter um sich, um ein Land zu suchen, wo sie in Freiheit leben konnten. Aber alle fruchtbaren Gegenden waren bereits von anderen, stärkeren Gruppen besetzt und erst in den nördlichen Ebenen fanden sie ein Gebiet, das so karg war, daß es ihnen niemand mehr streitig machte.

In den ersten Jahren waren die Verluste hoch, doch dann gelang es den Ishia, den "Eisigen", wie sie sich von da ab nannten, sich an die harte Umwelt anzupassen. Bald hatten sie verdrängt, daß sie nicht freiwillig hier waren und waren ausgesprochen stolz darauf, härter als alle anderen Völker und so als einzige dem rauen Land gewachsen zu sein.

Abstammung und Aussehen

Tisha ist mehr als nur im übertragenen Sinne der Stammvater der Ishia. Er war einer von nur wenigen Männern, die die harten Anfangsjahre überlebten. Dabei war er ein sehr erfolgreicher Jäger und so gelang es ihm, zeitweise mehr als eine Frau mit ihren Kindern zu ernähren. Vor allem aber lebte er dank seines Meerkinder-Vaters deutlich länger als alle seine Zeitgenossen und zeugte im Verlauf seines Lebens (er starb erst mit über 300) viele Kinder. Da diese wiederum überdurchschnittlich erfolgreich waren, können heute alle Ishia ihre Abstammung in direkter Linie auf Tisha zurückverfolgen. Diese Abstammungslinien werden als wichtiges Familienwissen gehütet und je mehr Verbindungen eine Sippe zu Tisha aufweisen kann, desto höher steht sie in der Achtung.

Spätere Einflüsse von außen gab es nur in geringem Umfang. Anders als bei den benachbarten Kravenikken-Stämmen? war es bei den Ishia nie üblich, Gefangene zu adoptieren, um eigene Gefallene zu ersetzen. Es entspricht aber auch nicht der Wahrheit, wenn die Ishia behaupten, es hätte nie eine Einheirat von Fremden gegeben. Da die Beziehungen zu den Nachbarvölkern allerdings immer von Feindschaft geprägt waren, waren solche Einheiraten sehr selten.

Mit dieser Abstammungsgeschichte zeigen sich die Ishia heutzutage als eines der homogensten Menschenvölker Aurhims. Wohl durch ihr Meerkinderbe bedingt sind sie sehr groß und schlank. Die Männer werden in der Regel zwischen 1,80 m und 1,90 m groß, die Frauen sind nur wenig kleiner. Alle Ishia sind blond (viele sogar fast weißblond) und haben eine sehr helle Haut. Die schwache Sonne des arktischen Sommers vertragen sie sehr gut und entwickeln dann auch eine gewisse Bräunung, aber in südlicheren Gegenden müssen sie sich sehr vor Sonnenbrand in Acht nehmen.

Aber auch wenn die Ishia auf einen ersten, flüchtigen Blick mit Meerkindern verwechselt werden können, sind sie mittlerweile doch durch und durch Menschen. Die Augen lassen die für Meerkinder typischen kräftigen Farben vermissen, statt dessen herrschen verwaschene Blau-, Grün- und Grautöne vor. Anders als Meerkinder haben die Ishia Körperbehaarung und die Männer auch Bartwuchs, allenfalls ist die Ausprägung etwas schwächer als bei anderen Menschenvölkern. Vor allem aber leben die Ishia nicht mehr länger als andere Himmelskinder. Im Gegenteil, die durchschnittliche Lebenserwartung liegt eher niedrig, was aber vor allem an den harten Lebensbedingungen liegt.

Lebensweise

Die Ishia sind Jäger und Sammler. Sie kennen weder Ackerbau noch Metallverarbeitung. Die südlicheren Stämme züchten Pferde als Reittiere. Die nördlicheren Stämme halten Rentiere und Hunde, um ihre Schlitten zu ziehen. In großer Not werden diese Tiere auch einmal geschlachtet und gegessen, aber das sind Ausnahmen.

Die Ishia leben im Sommer nomadisch. Im Winter dagegen beziehen sie festere Quartiere, da nur diese einen Schutz vor den eisigen Nordstürmen bieten können. Als sehr naturverbundenes Volk ist ihr Leben stark vom Wechsel der Jahreszeiten geprägt.

Beziehungen zu anderen Völkern

Mit den Kravenikken im Osten und Südosten ihres Gebietes haben die Ishia noch die beste Beziehung. Auch diese leben größtenteils als nomadische Jäger und Sammler. Es kommt zwar immer wieder zu Kämpfen, aber es herrscht doch auf beiden Seiten die Einstellung, daß man bei allen kulturellen Unterschieden auch Gemeinsamkeiten hat. Zur Verständigung verwenden Ishia und Kravenikken eine Zeichensprache.

In ähnlicher Weise leben die Ishia mehr oder weniger friedlich mit den Windkinder-Stämmen? der nördlichen Ebenen zusammen. Die Ishia fühlen sich zwar den Windkindern geistig überlegen, wissen aber, daß diese zu gefährlichen Gegnern werden können, wenn sie sich in die Enge getrieben fühlen. Meistens gehen sich die beiden Rassen aus dem Weg.

Für die "zivilisierten" Völker im Süden, die Mai San? und die Talener?, haben die Ishia nur Verachtung übrig. Sie verstehen nicht, wie man sich so an das Land ketten kann und nennen sie abfällig "Schlammschaufler". Aber auch wenn die Ishia nie mit ihren Nachbarn tauschen würden, wissen sie den Wert einiger Erzeugnisse doch zu schätzen. Immer wieder überfallen sie deshalb grenznahe Siedlungen, stehlen alles, was ihnen wertvoll erscheint und töten alle, die sich ihnen in den Weg stellen. Als Reiterkrieger sind sie dabei meistens schon wieder weg, bevor es den Überfallenen gelingt, Hilfe zu holen. Für die Völker des Südens sind die Ishia deswegen blutrünstige Teufel, gegen die kein Kraut gewachsen ist und denen teilweise übermenschliche Kräfte nachgesagt werden.

Vor den Neshtiseque, die westlich von ihnen leben, haben die Ishia dagegen größten Respekt. Sie halten sie für mächtige Geister und fürchten, ihren Unwillen zu erregen.


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Letzte Änderung: November 09, 2014, at 10:03 PM