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Bindung

Allgemeines

Die Bindung ist eine Zeremonie der talenischen Armee, bei der die zukünftigen Äbtissinnen ihre Seiten zugeteilt bekommen. Es handelt sich um eine große Veranstaltung, bei der Freunde, Kameraden und auch Familienmitglieder zugegen sind, um den Anwärtern zu zeigen, wie stolz sie auf sie sind, und um sie zu unterstützen.

Alles, was mit der Bindung zu tun hat, ist Aufgabenbereich der Großen Akademie.

Zeremonie

Am Vorabend der Zeremonie treffen die Falken an einem speziellen Ort ein, der für die Bindungszeremonie vorgesehen ist. Sie alle bringen eine alte Uniform mit, die im Feld gelitten hat, als Zeichen dessen, dass sie sich ihre Beförderung verdient haben. Diese Uniform werden sie bei der Zeremonie tragen.

Bis dahin legen sie alle Auszeichnungen, Waffen und Kennzeichen ihrer Farben ab und werden damit zu Anwärtern. Das Abendessen und die Übernachtung erfolgt gemeinsam, in zwei Räumen nach Geschlechtern getrennt. Da das ist der talenischen Gesellschaft und vor allem in der Falkenarmee sonst nicht üblich ist, macht es sehr deutlich, dass es sich um eine besondere Nacht handelt. Die wenigsten Anwärter schlafen mehr als ein paar Stunden, vor Aufregung oder weil sie mit den Kameraden über ihre Träume und Erfahrungen reden. Ist die Unterteilung in Farben sonst wichtig, sind sie in dieser Nacht alle gleich.

Nach dem Frühstück erhalten die Anwärter ihre Umhänge und ihre Dolche zurück und werden so, noch immer nach Geschlechtern getrennt, in den eigentlichen Zeremonienhof geführt. Dort beginnt die Bindung mit einer geeigneten Rede, die von einem Mitglied der Großen Akademie gehalten wird. Sie erinnert nochmals an die Verpflichtungen der Falken gegenüber dem Land, dem Gesetz und derer, die sich selbst nicht wehren können. Auch daran, was es bedeutet, gebunden zu sein. Die Rede ist zeremoniell festgelegt und hat immer den gleichen Wortlaut.

Danach folgt eine Anrufung Tandemeos um Schutz und Segen für die Zeremonie und die Anwärter. Sie wird von einem Priester gehalten und auch er erinnert die Falken an ihre Pflichten und Verantwortung voreinander, vor dem Gott und vor dem Volk Talillas. Danach werden von einem Mitglied der Großen Akademie immer zwei Anwärter, eine Frau und ein Mann, aufgerufen, um Seiten zu werden.

Die beiden Falken treten nach vorne vor den Priester, der die rechte Hand des männlichen Falken und die linke Hand des weiblichen Falken unter rituellen Worten mit einem Lederband um die Handgelenke zusammenbindet. Er mahnt nocheinmal an, dass sie sich aufeinander einlassen sollen, eins werden, eine Person in zwei Körpern, denn nur dann kann eine Bindung funktionieren.
Danach werden die beiden Falken zur Prüfung in einen unterirdischen Gang geführt, in dem es keinerlei Licht gibt. In absoluter Finsternis und ohne ein Wort sprechen zu dürfen sollen sie lernen, sich aufeinander zu verlassen und zusammenzuarbeiten, denn nur so können sie den Gang überwinden und am anderen Ende gemeinsam wieder ins Licht treten.

Was in diesem Gang liegt, wird von allen Offizieren der Falkenarmee geheimgehalten und niemals mit einem einfachen Soldaten besprochen, was eine Mischung aus Stolz und Scherz ist.

Am anderen Ende des Ganges wartet ein Raum ohne Dach auf die Falken, in dem neue Uniformen liegen. Noch immer mit dem Lederriemen verbunden, werden die Uniform angelegt, so gut es geht. Alles andere wird mitgenommen und gemeinsam treten die Anwärter vor einen weiteren Priester Tandemeos und eine Feuergrube oder einen Altar mit Feuerbecken.

Der Priester entbindet die Beiden von der Auflage des Schweigens und fordert sie nocheinmal auf, zu bedenken, ob sie die Bindung und die Aufnahme in die Offizierränge wirklich wollen. Tatsächlich besteht in diesem Moment die Möglichkeit, beides abzulehnen, aber niemand hat sie je wahrgenommen.
Die Anwärter schneiden sich gegenseitig mit den Dolchen die alten Uniformhemden an den Ärmeln und Schultern auf, um sie ablegen zu können und verbrennen ihre alten Uniformen als Zeichen der Aufgabe ihres vorherigen Lebens. Danach brennt der Priester das Lederband zwischen ihren Handgelenken durch. Die Bindung ist nun geschlossen, äußerlich nicht mehr zu sehen, aber innerlich deutlich.
Es ist gestattet, die Reste des Lederbandes nach dem Ende der Zeremonie herunterzuschneiden, aber viele Äbtissinnen lassen sie um ihre Handgelenke liegen, bis sie von selbst abfallen.

Danach treten die beiden Anwärter gemeinsam vor einen Schreiber der Armee und zwei hochrangige Offiziere. Sie nehmen ihre neuen Namen durch eigenhändiges Einschreiben in die Listen an und erhalten danach ihre Waffen zurück und die neuen Rangabzeichen, sowie das Kommando über eine Patrouille.
Damit ist die Zeremonie beendet und die Anwärter sind Äbtissinnen.

Weiterführendes

Eine gute Beschreibung der Zeremonie findet sich im Text Zwei Personen wie eine


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Letzte Änderung: August 04, 2016, at 08:50 PM